Nachricht sendenRufen Sie uns an:   (0711) 9 30 81 10

    Sie sind hier

Falschberatung

Die Falschberatung stellt einen Beratungsfehler in einem Beratungsvertrag dar und kann die Haftung eines Beraters begründen. Im Rahmen von Beratungsgesprächen zu Kapitalanlagen ist im Wesentlichen gemeint, dass keine ordnungsgemäße Aufklärung über bestehende Risiken und Nachteile im Rahmen der Anlageberatung stattgefunden hat. Die grundlegende Entscheidung zur Beraterhaftung ist das als Bond-Entscheidung bezeichnete Urteil des  Bundesgerichtshofes vom 06.07.1993, Aktenzeichen: XI ZR 12/93. Der Bundesgerichtshof stellte im Rahmen dieser Entscheidung fest, dass eine Anlageberatung „anleger- und objektgerecht“ sein muss. „Anlegergerecht“ bedeutet, dass die empfohlenen Produkte dem Wissens- und Kenntnisstand, der Risikobereitschaft und dem Anlageziel des Anlegers entsprechen müssen. „Objektgerecht“ heißt, dass sich die Beratung auf diejenigen Eigenschaften und Risiken des Produkts beziehen muss, die für die jeweilige Anlageentscheidung wesentliche Bedeutung haben oder haben können. Die Rechtsprechung zur Beratungshaftung ist insgesamt eindeutig auf den Schutz des Verbrauchers ausgerichtet. Der Anlageberater ist nach der ständigen Rechtsprechung dazu verpflichtet, die Erwerber richtig und vollständig über diejenigen Umstände zu unterrichten, die für deren Anlageentscheidung von besonderer Bedeutung sind.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema

24
Jun
24.04.2009 Schon im November 2005 endete durch die Einführung des § 15 b EStG die große Zeit der Medienfonds. Dennoch bemüht sich seit 2007 die Finanzverwaltung nach Möglichkeiten der rückwirkenden Verschärfung der sich hierauf beziehenden steuerlichen Behandlung. Nun ist die Finanzverwaltung dazu...
25
Mär
In einem seitens der Kanzlei Hänssler und Häcker-Hollmann erstrittenen Urteil vom 04.03.2011 hat das Landgericht Dortmund die BAG Bank zum Schadensersatz und damit zur sogenannten kompletten Rückabwicklung verurteilt. Die Bank wurde auf Rückzahlung sämtlicher an Ihre Rechtsvorgängerin die...
07
Jun
Mit Urteil vom 02.07.2015 (AZ: III ZR 149/14) hat der III. Zivilsenat des BGH nochmals bestätigt, dass bei Vorliegen mehrerer Aufklärungs- oder Beratungsfehler jede Pflichtverletzung verjährungsrechtlich selbständig zu behandeln ist.
08
Sep
In dem von der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstrittenem Urteil vom 04.09.2017 hat die 28. Kammer des Landgerichts Frankfurt am Main die Commerzbank AG auf Schadenersatz und damit zur sogenannten Rückabwicklung der Beteiligungen der Klägerin an der MUNDAN Mobiliengesellschaft mbH...

Kontaktinformationen

Rechtsanwälte
Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann

Partnerschaftsgesellschaft mbB

Freihofstrasse 6

73730 Esslingen

Telefon: (0711) 9 30 81 10
Fax: (0711) 36 84 38

E-Mail: info@akh-h.de