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Heiligendamm-Insolvenz: Anleger werden nur wenig von ihrem Geld zurückbekommen

Mittwoch, Februar 29, 2012

Das Hamburger Abendblatt berichtet in deren Ausgabe vom 29.02.2012 über die Insolvenz des Grandhotel Heilgendamm und die Folgen für die an dem Luxusressort beteiligten 1900 Anleger. Im Rahmen des Berichtes zitiert das Hamburger Abendblatt Herrn Rechtsanwalt Andreas Frank von Esslinger Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann. Die Kanzlei vertritt der allein im geschlossenen Immobilienfonds Fundus 34 Grandhotel Heiligendamm mehrere hundert Anleger.

Fundus Fonds Grandhotel Heiligendamm zahlungsunfähig

Nachdem die den Fundus Fonds finanzierenden Banken nicht mehr länger willens und bereit waren die laufenden Darlehen weiter zu verlängern blieb nur der Gang zum Insolvenzgericht. Für die 1900 Fondsanleger generierte sich die Zeichnung der Fundus Fonds 34 Anteile zu einem nicht enden wollenden Albtraum: Nicht nur dass die Fundus Fonds Nr. 34 Anleger von Anfang an auf sicher geglaubte Ausschüttungen hatten verzichten mussten, wurden sie Anfang des Jahres 2011 zwecks vermeintlicher Rettung des Grandhotels aufgefordert der Reduzierung des Investitionskapitals von ehemals € 127 Millionen auf nur noch € 12,7 Millionen zuzustimmen. 

Als Grund für das Scheitern wurde in der Presse das Konzept des Fondsbetreibers genannt. Dieses habe dazu geführt, „dass Ausflugstouristen den Gästen beim Essen auf die Teller gucken“, wie Kerstin Kondert, Expertin für Fondssanierungen beim Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz, selbst vor Ort feststellte. Der Zuspruch war geringer als erwartet. Zu Prominenz kam das Projekt aber, als es 2007 Tagungsort für die Gäste des G8-Wirtschaftsgipfels wurde. Doch auch diese kostenlose Werbung konnte den Fonds nicht retten.
 

Fundus Fonds vielfach über Banken und Sparkassen vertrieben

Nach eigenen Recherchen waren nahezu alle deutschen Banken und Sparkassen in den Vertrieb von Fundus Fonds Beteiligungen eingebunden. Im Zuge der Verkaufsgespräche wurden die Fundus Anleger seitens der Berater oftmals nicht oder nicht hinreichend auf Risiken eines geschlossenen Immobilienfonds – wie beispielsweise Totalverlust oder Insolvenz -aufmerksam gemacht. Zudem wurden den Fundus-Anlegern oftmals zu Gunsten der Banken geflossene Provisionen (kick-back) nicht offenbart.

 

 

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