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A380 Flugzeugfonds: mit dem weltweit größten Passagierflugzeug verkalkuliert

Die Abkehr immer mehr Airlines vom Riesenjet trifft A380 Flugzeugfonds und damit die Anleger dieser Fonds. Aktuellen Zahlen zufolge haben Anleger in 21 Flugzeugsfonds insgesamt ca. 1,6 Milliarden EUR in den A380 investiert. Die Initiatoren sind die Emmissionshäuser Dr. Peters Group, Doric, Hannover Leasing, WealthCap, Hansa Treuhand und Lloyd Fonds. Stiftung Warentest hat eine Liste der betreffenden Flugzeugfonds, den Leasingnehmern, geplanten Laufzeiten und weiteren Details veröffentlicht.

A380 Flugzeug - A380 Flugzeugfonds

Immer mehr Flugzeuge des Typs A380 werden nach der regulären Leasingzeit zurückgegeben. Die Airlines machen von ihren Verlängerungsoptionen keinen Gebrauch. Als Nachteile gelten zum einen die großen Kapazitäten - im A380 finden zwischen 500 und 800 Passagiere Platz und der Betrieb lohne sich nur bei voller Auslastung. Zum andern sind die Treibstoffkosten der vier Triebwerke sehr hoch. Viele Airlines bevorzugen zwischenzeitlich mittelgroße Großraumjets wie den A350, die mit zwei Triebwerken auskommen. Solche Jets lassen sich auch auf weniger stark gefragten Strecken rentabel einsetzen und bieten somit eine größere Flexibilität.

A380 Flugzeugfonds: Schlechte Aussichten für Fondanleger

Die Grundlaufzeit des Leasings ist bei allen A380 Flugzeugfonds kürzer als die geplante Laufzeit der Fonds. Eine lukrative Anschlussverwendung zu finden, ist aufgrund der schwindenden Nachfrage beim A380 ein schwieriges Unterfangen. Sind Anschlussleasingverträge oder der Verkauf des Flugzeuges nicht möglich, bleiben die Möglichkeit der Zerlegung des Flugzeuges und der Verkauf der Einzelteile. Doch der Gebrauchtmarkt des A380 ist begrenzt. Bei einem Überangebot an gebrauchten A380 werden auch die Preise für Ersatzteile sinken, was einen negativen Einfluss auf die Wertentwicklung der Fonds haben wird. Die prospektierten Ausschüttungen sind kaum zu schaffen.

Keine Bestellungen und kein Nutzen der Verlängerungsoption

  • Singapore Airlines, erster Kunde des A380 im Jahr 2007, hat fünf der gebrauchten Riesenjets wieder zurückgegeben. Vier der Flugzeuge waren Leasingobjekte von Dr. Peters Fonds, ein Flugzeug vom Fondsanbieter Doric. Während Doric ein Anschlussleasing für sechs Jahre erreichen konnte, wurden zwei A380 von der Dr. Peters Group zerlegt und in Einzelteilen verkauft. 
  • Die Fachpresse berichtet aktuell von Plänen der Air France die A380 – Flotte auf fünf Maschinen im eigenen Bestand zu reduzieren. Die fünf von Air France geleasten A380 werden in den Jahren 2020 bis 2024 zurückgegeben. Betroffen hiervon sind die DS Rendite Fonds 135, 136, 137 und 139. 
  • Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways hat beim europäischen Flugzeugkonsortium Airbus die Bestellung von acht A380-Passagiermaschinen zurückgezogen.

Öffentliche Spekulationen über das Aus für den A380 sind nicht neu. Anfang des Jahres 2018 rettete laut Medienberichten ein Großauftrag von Emirates mit 20 festen und 16 optionierten Flugzeugen des Typs A380 die Zukunft des Riesenjets. Sollte sich die Airline ebenfalls dazu entscheiden, die Verlängerungsoption bestehender Leasingverträge nicht zu ziehen, würden zwischen 2020 und 2022 bis zu zwölf weitere A380 auf den Gebrauchtmarkt kommen. Damit würde sich die Situation für Anleger noch weiter verschärfen.

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