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DBVI GmbH & Co. Deutschlandfonds KG DBVI-AG und DBVI Fonds

22.08.2006

Die Krise der AG und des Fonds und seine Auswirkungen

An der 1990 von Diplom-Kaufmann Klaus Thannhuber gegründeten Deutschen Beamtenvorsorge Immobilienholding AG (DBVI) beteiligten sich mindestens 40.000 Aktionäre. Die Aktiengesellschaft die überwiegend geschlossene Immobilienfonds aufgelegt hat hält ihre Immobilien nicht im Eigenbesitz sondern mittelbar über Tochtergesellschaften.

So haben sich mindestens 15.000 Anleger an dem DBVI-Fonds der in 15 verschiedene Immobilienobjekte investiert hat unter anderem in das Kurfürsten-Center die Opel-Verwaltung in Rüsselsheim und die WDR-Arkaden in Köln beteiligt.

Bereits 2001 verzeichnete die DBVI deutliche Verluste und im Jahr 2005 musste das Unternehmen bekannt geben dass die Immobilien zu hoch eingewertet waren. Das führte dazu dass die DBVI ihre Immobilien wertberichtigen und 24 Mio. € abschreiben musste. Auf der ausserordentlichen Hauptversammlung Mitte Juli 2006 verkündete der DBVI Vorstand dann einen Bilanzverlust von 68 Mio. € der zu einer Reduzierung des Grundkapitals von rund 58 Mio. € auf nur noch 8 7 Mio € führte.

Im Rahmen der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Thannhuber wurde im intransparenten Firmengeflecht entdeckt dass zahlreiche auffällige Millionen-Euro-Honorare von der Reithinger Bank an verbandelte Firmen Thannhubers flossen. Das führte schließlich zu negativen Erfolgsbeiträgen und zu einem Substanzverlust.

Die nun drohende Insolvenz der Reithinger Privatbank die letztlich eine Vielzahl der Beteiligungen am DBVI-Fonds finanzierte dürfte sich auch negativ auf die Kapitalprodukte der DBVI auswirken. Fest steht dass die Anteile schon jetzt nur noch einen Bruchteil dessen wert sind was die Anleger ursprünglich für die Beteiligung bezahlt haben.

Die Anleger bei denen die Thannhuber Bank einerseits ihre DBVI-Fondsanteile finanzierte andererseits die DBVI im Gegenzug die Anteile bei der Reithinger in Inhaberschuldverschreibungen anlegte könnte es dabei besonders hart treffen. Grundsätzlich trägt das Risiko für den Erfolg einer Anlage allein der Investor. Selbst wenn die DBVI beteuert dass die Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 28 3 Mio. € abgesichert seien befürchten Kritiker dass dieser Wert tatsächlich niemals erreicht werden kann.

Rechtliche Möglichkeiten

Als besonders erfolgsversprechend gestaltet sich nach unserer Überzeugung ein Vorgehen gegen die Bank. So wurde der Darlehensvertrag häufig vom Treuhänder unterzeichnet der aber nicht über die erforderliche Genehmigung nach dem Rechtsberatungsgesetz verfügte. Die Bank hat in diesem Zusammenhang zu beweisen dass ihr die Vollmacht bei Vertragsabschluss vorgelegen hat. Da dies allerdings nach so vielen Jahren schwer sein dürfte bestehen aus unserer Sicht gute Möglichkeiten der Rückabwicklung. Bereits gezahlte Darlehensraten könnten zurück gefordert werden und das Darlehen müsste nicht mehr bedient werden.

Eventuell kommen auch Schadensersatzansprüche gegen die Bank wegen Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten in Betracht. Wurde dem Anleger wie vorliegend häufig geschehen die Kapitalanlage im Zusammenhang mit der Finanzierung angeboten so kann sich die finanzierende Bank nach unserem Dafürhalten nicht darauf berufen sie hätte keinerlei Kenntnis gehabt dass der Anleger durch unrichtige Angaben der Vermittler oder im Verkaufsprospekt getäuscht wurde.

Gerade die erforderlichen Hinweise zu den besonderen Risiken im undurchdringbaren Firmengeflecht von Thannhuber fehlen im Prospekt so dass gute Aussichten für die Geltendmachung von Ansprüchen aus Prospekthaftung bestehen. Diesen Ansprüchen können allerdings bezogen auf den Einzelfall kurze Verjährungsfristen gegenüberstehen so dass eine Prüfung der Ansprüche dringend angeraten wird.

Grundsätzlich besteht die Gefahr dass im Falle des Insolvenzverfahrens der Bank keine Masse zur Verfügung steht um die bereits geleisteten Zahlungen zu erstatten. Allerdings konnten wir in vergleichbaren Fällen die Freistellung aus den Darlehensverträgen erreichen.

Kontakt

Geschädigte Anleger können über unser Kontaktformular mit uns Verbindung aufnehmen. Gerne prüfen wir für Sie die in Frage kommenden Ansprüche und machen diese geltend.

Diana Römhild Rechtsanwältin
Anwaltskanzlei Hänssler & Häcker-Hollmann

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