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DCM-Fonds : Wechselkursschwankungen und weitere Probleme

 
Wir hatten an dieser Stelle bereits des Öfteren über die in jüngster Zeit verstärkt auftretende Problematik von unter erheblichen Wechselkursschwankungen der aufgenommenen Fremdwährungsdarlehen leidenden geschlossenen Fonds berichtet. Betroffen hiervon sind geschlossene Fondsbeteiligungen nahezu sämtlicher führender Emissionshäuser unter anderem solche der in München ansässigen Deutsche Capital Management AG (DCM).
 

DCM Renditefonds geraten in Wechselkursfalle

 
Auf in japanische Yen bzw. Schweizer Franken lautende Darlehen haben vor allem die seitens der DCM Gruppe aufgelegten und in ausgesuchte Büro- und Verwaltungsgebäude in deutschen Großstädten investierende DCM-Renditefonds gesetzt. Unter anderem betroffen sind hiervon folgende geschlossene und zwischen 2001 und 2003 aufgelegten geschlossenen Immobilienfonds aus dem Hause DCM:
 
DCM GmbH & Co. Renditefonds 14 KG
Deutsche Fonds Management GmbH & Co. DCM Renditefonds 15 KG
DCM GmbH & Co. Renditefonds 16 KG
DCM GmbH & Co. Renditefonds 19 KG
Deutsche Fonds Management GmbH & Co. DCM Renditefonds 18 KG
DCM GmbH & Co. Renditefonds 22 KG
 
In den o.g. genannten und lediglich exemplarisch aufgeführten geschlossenen DCM Immobilienfonds setzte man – wie viele andere Emissionshäuser auch – auf die Sogkraft vermeintlich zinsgünstiger Fremdwährungsdarlehen. Infolge der in jüngster Zeit auf den Devisenmärkten eingetretenen Kursanstiege der japanischen und Schweizer Währung zum Euro haben sich auch hier die Verbindlichkeiten der Fonds schlagartig erhöht. Die Folge für die etlichen DCM-Anleger: Auch sie werden über kurz oder lang Kapitaleinbussen hinnehmen müssen. Diese dürften für die DCM-Anleger dann umso empfindlicher ausfallen wenn es – wie in vielen parallelen Fällen bereits eingetreten – nicht gelingt die in die Fondsimmobilien gesetzten hohen Renditeziele zu realisieren.
 

Fremdwährungsdarlehen nicht alleiniges Problem

 
Doch auch DCM-Renditfonds die wie beispielsweise der Deutsche Fonds Management GmbH & Co. DCM Renditefonds 23 KG sowie der Deutsche Fonds Management GmbH & Co. DCM Renditefonds 24 KG ausschließlich Euro-Darlehen aufnahmen dürfen den Anlegern Sorgen bereiten. Grund hierfür ist die im Jahr 2007 erfolgte und mittels entsprechender Stimmenmehrheit seinerzeit zustande gekommen Ausgliederung des DCM Immobilienbestandes in die Prime Office AG. Deren den DCM Anlegern seinerzeit kurzfristig in Aussicht gestellter Börsengang stand lange Zeit aus und konnte erst nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten Mitte 2011 realisiert werden.
 

Börsengang für DCM-Anleger mit hohen Verlusten verbunden

 
Für die Anleger der betroffenen DCM Renditfonds stellt sich nun das Problem dass die entsprechenden Fonds über keinen eigenen Immobilienbestand mehr verfügen und nur noch lediglich mittels Aktien an der Prime Office AG beteiligt sind.
 
Erschwerend kommt hinzu dass der Börsengang für die betroffenen DCM-Anleger mit einem erheblichen Kapitaleinschnitt verbunden ist. Was dies bedeuten kann mussten unlängst die Anleger des DCM Renditefonds 18 KG erfahren: Hier mussten die Anleger eine Minderung des Beteiligungsvermögens von 2/3 hinnehmen.
 

 Vertrieb der DCM-Fonds über Banken und Sparkassen

 
In vielen Fällen wurden DCM Fonds über Banken und Sparkassen vertrieben. Dabei wurden diese Fonds als besonders sichere und sich als Altervorsorge eignende Anlage empfohlen. Auf Risiken wie Totalverlust wurde regelmäßig nicht hingewiesen. Auch wurde die Höhe der weichen Kosten in den Beratungsgesprächen in der Regel nicht bzw. nicht ausreichend offengelegt. Aufgrund der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichthofes bestehen deshalb gute Chancen für die DCM-Anleger Schadensersatzansprüche geltend zu machen.  
 
Geschädigte DCM-Anleger sollten in jedem Fall ihre in Betracht kommenden Ansprüche zeitnah durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. Gerne können Sie diesbezüglich über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.
 
20.01.2012
 

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