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Falschberatung bei Wölbern - Klimafonds durch die Deutsche Bank

Mitte des Jahres 2008 hat die Deutsche Bank innerhalb von nur 2 Monaten insgesamt über 1600 Privatanleger für diesen geschlossenen Fonds eingeworben. Die Berater der Deutschen Bank schilderten die Investition in diesen hochkomplexen und wenig transparenten Hybridfonds als Investition in einen innovativen zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt. Dieser Klimaschutzfonds sollte ursprünglich bis Ende 2018 laufen und für Anleger eine stattliche Zielrendite von über 8% pro Jahr erwirtschaften. Neben der Hoffnung auf hohe Renditen glaubten die Anleger durch die Investition in saubere Umwelttechnologien einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine Belehrung über die hohen Risiken dieses Fonds und über die geflossenen Provisionen erfolgte bei der Anlageberatung durch die Deutsche Bank so gut wie nie.

Klimaschutz - Fonds: Hohe Risiken für Anleger

Bei diesem Beteiligungsangebot hatten die Anlegern die Möglichkeit zur Beteiligung an der Wölbern Private Equity Futur 03 GmbH & Co. KG. Die Wölbern Private Equity Futur 03 ist als Hybridfonds konzipiert. Sie beteiligte sich an mehreren Private Equity Fonds, in sog. Zielfonds, schwerpunktmäßig im Bereich Venture Capital und plante zusätzlich Direktbeteiligungen an Portfoliounternehmen einzugehen. Der Wölbern Private Equity Futur 03 investiert in nicht börsennotierte Unternehmen vorwiegend im Wachstumsmarkt, Klimaschutz und Umwelttechnologien. Die Gesellschaft hatte bereits verbindliche Zeichnungen in Höhe von insgesamt EUR 20 Mio. bei folgenden Zielfonds vorgenommen:

EUR 7 Mio. bei Conetwork Erneuerbare Energien Holding GmbH & Co. KGaA,
EUR 4 Mio. bei Aloe Environment Fund II FCPR,
EUR 4 Mio. bei Cleantech Europe Fund (No. 1) LP,
EUR 2,5 Mio. bei Climate Change Capital Private Equity LP,
EUR 2,5 Mio. bei Emerald Cleantech Fund II LP.

Bei Zeichnung durch die Anleger stand jedoch noch nicht fest, ob und an welchen weiteren Zielfonds sich die Wölbern Private Equity Futur 03 beteiligen wird. Dieser Klimafonds ist insoweit als Blindpool zu qualifizieren. Auch die Zielfonds haben ganz oder teilweise Blindpool-Charakter, da zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung die Portfoliounternehmen, an denen sie sich beteiligen werden, noch nicht feststanden.

Derartige Investments eigenen sich ausschließlich für risikofreudige und vermögende Anleger. Das Verlustrisiko ist bei diesem Fonds überproportional hoch.

Unter Private Equity versteht man eine Form der Unternehmensfinanzierung. Dabei geht es in aller Regel um Investitionen in vermeintlich aussichtsreiche junge Unternehmen. Diese werden finanziell gezielt gefördert und somit im Optimalfall in die Lage versetzt, weit überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften. Anschließend werden die erworbenen Anteile an den Unternehmen entweder gewinnbringend verkauft, oder das jeweilige Zielunternehmen wird an die Börse gebracht. Private Anleger partizipieren im Erfolgsfall sowohl an den Gewinnen der Zielgesellschaft während der Laufzeit der Anlage, als auch an dem abschließenden Gewinn durch den Anteilsverkauf oder die Platzierung an der Börse.

Lange Zeit waren Private-Equity-Fonds professionellen Investoren und sehr vermögenden Privatinvestoren vorbehalten. Später tauchten immer öfter Angebote für Normal- und Kleinanleger auf, teilweise in Form von Rateneinzahlungsplänen. Da es sich bei dieser Beteiligungsform um eine risikobehaftete unternehmerische Beteiligung handelt, eignet sich die Investition in einen Private-Equity-Fonds nicht für private Investoren welche kein Totalverlustrisiko eingehen wollen oder können. Keinesfalls ist diese Form der Kapitalanlage zur Altersabsicherung geeignet. Zudem ist ein langer Atem bei dieser Investitionsart erforderlich. Dies liegt daran, dass das durch den Private-Equity-Fonds investierte Geld für mehrere Jahre fest angelegt wird und wenig Flexibilität vorhanden ist. Im Notfall kann ein Anleger nicht direkt auf sein investiertes Kapital zugreifen. Im schlimmsten Fall ist das investierte Geld verloren. Auch sind derartige Anteile nicht - wie z.B. eine Aktie - täglich handelbar. Ein geregelter Zweitmarkt besteht nicht. Während der Laufzeit muss der Anleger auf das Können der Fondsmanager vertrauen. Ein Mitspracherecht der Anleger bei den Investitionskriterien und Ausstiegszenarien ist nicht vorgesehen.

Verbranntes Kapital  statt „Rendite durch Klimaschutz“

Schon bald wurde klar, dass sich die in den Umweltfonds Private Equity Future 03“. gehegten Erwartungen und Renditehoffnungen nicht umsetzen lassen. Mittlerweile ist unübersehbar, dass sich die betroffenen Anleger bei diesem Fonds auf den Verlust des größten Teils des investierten Geldes einstellen müssen. Prospektiert war eine Laufzeit von 10 Jahren mit einer Zielrendite von jährlich ca. 8%. Die Portfoliounternehmen haben die Umsatzvorgaben weit verfehlt und der Entzug von Geldern  in Höhe von ca. € 5,75 Mio. durch die Veruntreuungen des früheren Geschäftsführers hat den Fonds zusätzlich belastet. Bis heute sind keine Ausschüttungen an die Anleger gezahlt worden. Der Gesamtwert des Fonds wurde 2015 von der Geschäftsführung bei 28,7% angesetzt. Auf dem Zweitmarkt wird dieser Fonds jedoch aktuell zu einem Kurs von gerade einmal 12,5% gehandelt.

Achtung Verjährung! Noch können Sie Ihre Ansprüche durchsetzen

Schadensersatzansprüche können von den Anlegern nur bis zum Eintritt der Verjährung durchgesetzt werden. Die absolute Verjährung tritt genau zehn Jahre nach dem Beitritt zum Fonds ein. Da dieser Fonds im Juni und Juli  2008 von der Deutschen Bank vermarktet wurde, wird die Verjährung der Ansprüche in wenigen Monaten eintreten.

Einladung zur Telefonkonferenz der Anlegergemeinschaft „Private Equity Future 03“

Alle betroffenen Gesellschafter dieses Klimafonds sind zur Teilnahme an der Telefon- und Webkonferenz  am Dienstag, den 23. Januar 2018 um 18.30 Uhr eingeladen. Tauschen Sie Erfahrungen und Meinungen  mit Ihren Mitgesellschaftern aus. Auf der Tagesordnung stehen Fragen zur Verjährung, rechtliche Möglichkeiten zur Rettung des investierten Geldes und bisher erzielte Erfolge für Anleger.

Sie müssen sich nicht mit dem Verlust des investierten Geldes abfinden und können  sich der  Anlegergemeinschaft „Private Equity Future 03 anschließen und Ihren Fall prüfen lassen. Bei diesem geschlossenen Fonds konnten wir bereits zahlreiche Erfolge für unsere Mandanten erzielen. 

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