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Hanse Capital Containerflottenfonds: Nach Insolvenz droht Anlegern Totalverlust

Die Schreckensmeldungen für Schiffsfonds-Anleger reißen auch zu Beginn des neuen Jahres nicht ab. Aktuelles Beispiel: Der Containerflottenfonds des Emissionshauses Hanse Capital: Nach der Ende vergangener Woche erfolgten Insolvenzanmeldung der HC Container-Flotten-Fonds-Beteiligungsgesellschaft droht den 1.184 Anlegern des 2005 aufgelegten Flottenfonds nun der komplette Verlust ihrer geleisteten Einlage.

Insgesamt vier Schiffe von Insolvenz betroffen

Neben dem Mutterfonds mussten auch die pro Tankschiff aufgelegten Einzelgesellschaften Insolvenz anmelden. In die insgesamt vier Frachter – HC Klara HC Laura HC Maria und HC Julia – hatte der HC Container Flotten Fonds 2005 jeweils 9 4 Millionen Euro investiert.

Fondsschiffe bleiben weit hinter den Erwartungen zurück

Die zum Zeitpunkt der Erstemission bereits 9 Jahre alten Frachtschiffe waren zu keinem Zeitpunkt in der Lage die in sie seitens Hanse Capital gesetzten hohen Renditeerwartungen zu erfüllen. Folge: Weit unter dem Plansoll liegende Erlöse und hohe Reparatur- und Instandhaltungskosten ließen den HC Containerflottenfonds sehr schnell in die roten Zahlen abrutschen.

Sanierungskonzept gescheitert

Nachdem der HC Containerflottenfonds bereits vier Jahre nach dessen Auflage nur mittels eines Notbudgets über Wasser gehalten werden konnte sah man sich seitens der HCFondsgeschäftsführung veranlasst als letzten Rettungsversuch die ohnehin schon auf Ausschüttungen verzichtenden Anleger um eine Kapitalerhöhung zu ersuchen. Doch weder die mittels Kapitalnachschüssen seitens einer Mehrheit der Schiffsfondsanleger in den Fonds gepumpten 2 62 Millionen Euro noch ein Bankdarlehen in Höhe von € 3 Millionen konnten das wirtschaftliche Überleben des HC Containerflottenfonds sichern. Somit blieb am Ende der nicht mehr abzuwendende Gang in die Insolvenz.

Fazit

Wieder einmal ist ein Schiffsfonds eines namhaften Anbieters nach gerade einmal 6 Jahren gescheitert. Deutlich unter der Kalkulation liegende Ertragszahlen hohe Instand- und Reparaturkosten sowie die Liquidität nach unten drückende Bürde hoher Darlehens- und Zinsleistungen ließen auch den HC Containerflottenfonds schnell in einen Abwärtsstrudel geraten aus dem es trotz intensiver Sanierungsbemühungen langfristig kein Entrinnen mehr gab.
Die Zeche zahlen auch hier wie so oft die weit über 1000 Schiffsfonds-Anleger: Da die mit der Insolvenz einhergehenden Notverkäufe der Frachtschiffe bei weitem nicht ausreichen dürften um sämtliche Fondsverbindlichkeiten abzudecken ist deren eingesetztes Kapital - knapp € 40 Millionen Euro - uneinbringlich verloren.

Möglichkeiten für betroffene Hanse Capital-Anleger

Sollten Hanse Capital-Anleger von Ihrem Anlageberater oder von Ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken der Beteiligung an einem geschlossenen Fonds aufgeklärt worden sein so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Hanse Capital-Anleger in Betracht gegen die Initiatoren des Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.
In zahlreichen Gerichtsurteilen wurde zudem festgestellt dass die beratende Bank beim Verkauf von geschlossenen Fonds die Rückvergütungsgebühren offenlegen muss. Deshalb kann im Fall der Zahlung von versteckt geflossenen Innenprovisionen (Kick-back) und mangelnder Information hierüber der Anleger verlangen so gestellt zu werden als hätte er die Beteiligung nicht geschlossen.
Betroffene Hanse Capital -Anleger  haben die Möglichkeit deren in Betracht kommenden Ansprüche umfassend überprüfen lassen. Die rechtliche Einschätzung und Empfehlung kann dabei anhand des jeweiligen Falles unterschiedlich ausfallen.
Über unser Kontaktformular  besteht die Möglichkeit mit uns in Verbindung zu treten und sich über die im Einzelfall in Betracht kommenden Optionen umfassend zu informieren.
 

23.01.2012

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