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Kriselnde "grüne" Kapitalanlagen bei der UDI GmbH

Die in Nürnberg ansässige UDI GmbH emittiert und vertreibt Solarfonds, Windfonds, Biogasfonds, Green Building-Fonds, aber auch ökologischen Zinspapieren und Genussrechten. Die Anlegergelder fließen in sogenannte „grüne Geldanlagen“ wie Windkraft-, Solar- und Biogas-Anlagen oder ökologische Gebäude, sogenannte green buildings.

Biogas-Anlage - grüne Kapitalanlagen UDI GmbH

Vier §11a-Mitteilungen der UDI GmbH auf einmal 

Gleich vier Mal musste die UDI GmbH im Juni 2019 nach § 11a Absatz 1 Vermögensanlagegesetz (VermAnlG) Meldungen zum "Möglichen Ausfall von Forderungen" auf der Homepage der BaFin bekannt machen. Die Veröffentlichungen betreffen die Investments UDI Energie FESTZINS 10, 11 und 12 sowie UDI Sprint FESTZINS IV. Aufgelegt in den Jahren 2015-2017, haben diese Vermögensanlagen zur Investition in Anlagen erneuerbarer Energien Nachrangdarlehen an verschiedene Projektgesellschaften vergeben. Veröffentlichungen gemäß §11 VermAnlG gab es auch im Jahr 2018 und haben die Anlagen UDI Sprint FESTZINS IV und UDI Biogas 2011 betroffen.

Wie kommt der Forderungsausfall zustande und wie ist die Konstellation Anleger – Emittentin – Projektgesellschaft? Beispielsweise hat die UDI Sprint FESTZINS IV GmbH & Co. KG als Emittentin Nachrangdarlehen an die Projektgesellschaft UDI Biogas Otzberg-Nieder-Klingen GmbH & Co. KG gewährt. Mitte des Jahres 2018 hat die Projektgesellschaft UDI Biogas Otzberg-Nieder-Klingen GmbH & Co. KG beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Es muss jedoch nicht stets ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorliegen, in den übrigen Fällen sind Zahlungen auf die Verbindlichkeiten nach den aktuellen wirtschaftlichen Verhältnissen der Projektgesellschaften aus Jahresüberschüssen oder sonstigem freien Vermögen nicht möglich. Kommt die Projektgesellschaft den Zins- und Rückzahlungsansprüchen aus den Nachrangdarlehensverträgen nicht nach, hat dieser Forderungsausfall negative Auswirkungen auf die Liquidität der Emittentin.

Sehr prekär wird die Situation für Anleger im Falle von Nachrangdarlehen bei Insolvenzverfahren: Im Fall von Insolvenzansprüchen werden sie stets zuletzt bedient, sollte überhaupt noch Kapital vorhanden sein. Dies erhöht das Risiko für Gläubiger enorm.

Negative Bericherstattungen über Projekte der UDI GmbH häufen sich

Nach Angaben des Brancheninformationsdienstes kapital markt intern liegt der Grund der Schieflagen der oben genannten UDI-Projekte überwiegend in nicht rentablen Biogas-Projekten, in die UDI GmbH investiert hatte. „Möglicherweise sind weitere Gesellschaften bzw. UDI-Angebote betroffen, die nicht der Veröffentlichungspflicht gemäß § 11a VermAnlG unterliegen“, so k-mi in einer Veröffentlichung vom 14.06.2019.

Stiftung Warentest titelt im Mai 2019 „Unverschämtes Angebot“ in Bezug auf die kriselnden Nachrangdarlehen Solar Sprint Fest­zins II und Solar Sprint Festzins III. Den Anlegern wurde ein Kaufangebot für ihre Forderungen gemacht, wofür sie einen kräftigen Abschlag hinnehmen und auf alle weiteren Ansprüche verzichten müssten. Stiftung Warentest berichtet insbesondere über die personellen Verstrickungen und Interessenskonflikte, da der Geschäftsführer der Aufkäuferin auch die Geschäfte der Firmen, die die Darlehen aufgelegt haben, leitet. Es stellt sich somit die Frage, ob jemand, der sowohl auf Seite der Darlehensgeberin als auch auf Seite der Darlehensnehmerin steht, überhaupt im Interesse der Anleger handeln kann.

§11a-Mitteilungen, Probleme wegen Forderungsausfällen und wegen eines nicht zurückgezahlten Nachrangdarlehens, Insolvenzanträge, personelle Verflechtungen - negative Medienberichte über UDI-Investitionen häufen sich. Ende 2018 hat die te management Gruppe große Teile der UDI-Gruppe übernommen und Stefan Keller löste Georg Hetz als neuer Geschäftsführer ab. Im Beitrag „Da läuft einiges aus dem Ruder“ stellt Investmentcheck.de die Frage, ob „das alles wirklich glaubwürdig, wenn Keller Hetz alles Gute für den Ruhestand wünscht und der Gesellschafterwechsel Hetz‘ Anteile an der UDI Bioenergie GmbH nicht umfasst?“

Investmentcheck betitelt mit „Bilanz des Grauens“ einen Beitrag vom 12.06.2019 und betrachtet dezidiert eine Reihe der UDI Vermögensanlagen. Das Ergebnis ist ernüchternd. UDI Energie Festzins 14, ebenfalls ein Nachrangdarlehen, findet sich auf der aktuellen Warnliste Geldanlage von Stiftung Warentest.

Fondsliste UDI GmbH

Genussrechtsfonds 01

Genussrechtsfonds 02

Green Building 01 Franken Campus

te energy sprint 01

te Solar Sprint 04

te Solar Sprint 05

UDI Energie Festzins 01

UDI Energie Festzins 02

UDI Energie Festzins 03

UDI Energie Festzins 04

UDI Energie Festzins 05

UDI Energie Festzins 06

UDI Energie Festzins 07

UDI Energie Festzins 08

UDI Energie Festzins 09

UDI Energie Festzins 10

UDI Energie Festzins 11

UDI Energie Festzins 12

UDI Energie Festzins 13

UDI Energie Festzins 14

UDI Immo Sprint Festzins I

UDI Immo Sprint Festzins II

UDI Solar Festzins 01

UDI Sprint Festzins 01

UDI Sprint Festzins 02

UDI Sprint Festzins 03

UDI Sprint Festzins 04

UDI Wind Festzins 01

UDI Wind Festzins 02

UDI Wind Festzins 02-2014

Welche Möglichkeiten haben Anleger?

Das hohe Risiko, das durch diese Investition entstand, hat bereits zu verheerenden Folgen geführt. Aktuell ist nicht nur die Rendite vieler Anleger in Gefahr, sondern sogar die gesamte Einlage. Geldgeber sollten deshalb ihre Ansprüche prüfen lassen. Anlegern raten wir, ihre in Betracht kommenden Ansprüche durch einen auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen. Kontaktieren Sie uns: Über unser Kontaktformular haben Anleger geschlossener Fonds die Möglichkeit, mit uns in Verbindung zu treten und sich umfassend über die in deren Fall bestehenden Optionen informieren zu lassen. Oder Nutzen Sie den Online-Fragebogen für eine kostenlose und schnelle Einschätzung durch unsere spezialisierten Rechtsanwälte.

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