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P&R Container – Direktinvest: Drei Firmen der P&R-Gruppe sind insolvent

Containerweise Verluste statt sicherer Rendite - Einladung zur Telefonkonferenz für alle betroffenen Anleger

Der deutsche Marktführer für Seefrachtcontainer – Direktinvestments, die Finanzfirma P&R aus Grünwald bei München, hatte die Auszahlungen an Anleger ausgesetzt und überraschend am 7. März 2018 den Vertrieb der aktuellen Angebote gestoppt. Nun wurden die Befürchtungen der Investoren bestätigt: Drei Firmen des Container – Anbieters P&R haben Insolvenz angemeldet.

Die Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann lädt alle betroffenen Anleger von P&R Container-Investments zur Teilnahme an der Telefon- und Webkonferenz am Dienstag, den 08. Mai 2018 um 18.30 Uhr ein. Hier werden wir über die aktuelle Situation und unsere rechtliche Einschätzung berichten.

Über 50.000 Anleger haben mehrere Milliarden Euro in Container investiert

Der Direktinvestment – Anbieter P&R ist mittlerweile über 40 Jahre im Geschäft und galt bei Anlegern und Vertriebspartnern als solides Unternehmen. Nachdem die Magellan-Pleite überstanden ist und sich der Containermarkt von der zwischenzeitlichen Krise erholt hat, waren Container – Direktinvestments bei Investoren und Vertrieben wieder sehr beliebt. P&R wies am 7. März 2018 seine Vertriebspartner ohne nähere Begründung an, die laufenden Angebote aus dem Vertrieb zu nehmen und den Verkauf dieser Produkte sofort einzustellen. Der Vertrieb der Container an Privatanleger wurde von Finanzdienstleisten, Banken und Sparkassen vorgenommen. Auch auf der Internetseite der P&R Gruppe ist kein aktuelles Angebot mehr verfügbar. Die Geschäftsführung gibt keine Auskunft über den Anlass des Vertriebsstopps. Nun ist klar: Die Pleite der P&R-Firmen ist verantwortlich für Zahlungsverzug und Einstellung des Vertriebs.  

Zehntausende Anleger befürchten Verluste

Das Amtsgericht München hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über drei Firmen der P&R Gruppe angeordnet. Nach Angaben des „Manager Magazin“ handelt es sich um die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH,  die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH und die Firma P&R Container Leasings GmbH. Wie der Insolvenzverwalter bestätigt, haben die drei P&R – Gesellschaften über 51 000 Anleger betreut, die Geld in Container investiert hatten. P&R droht nun zum größten deutschen Anlageskandal zu werden.

So funktioniert das Container-Direktinvestment

Die Anleger schließen einen Kauf- und Mietvertrag mit der Emittentin P&R Transport- Container GmbH ab. Dies ist eine Gesellschaft der P&R Gruppe. Das Alter, der Zustand und die Herkunft der Container wird den Anlegern im Verkaufsprospekt nicht mitgeteilt. Die Investoren kaufen die Container und erhalten die vereinbarte Miete. Nach 5 Jahren plant die Emittentin den Rückkauf der Container; in Aussicht gestellt wurden 65% des Kaufpreises. Für den Rückkauf der Container gibt es keine feste Vereinbarung, sondern lediglich eine Absichtserklärung. Die Firma P&R Equipment & Finance Corp. beschafft die Container für die  P&R Transport- Container GmbH, vermietet diese an Container-Leasinggesellschaften und nimmt sie wieder zurück. Die Anleger kennen weder den Rahmenvertrag zwischen den beiden Firmen, noch die Preise, zu denen die Container gehandelt und vermietet werden.

Versenktes Kapital statt einfache und sichere Direktanlage

Die Containerinvestments sind Produkte des sogenannten „grauen Kapitalmarktes“ und bergen für die Anleger hohe Risiken. „Stiftung Warentest“ und der Brancheninformationsdienst „Kapitalmarkt Intern“ hatten wiederholt vor den Direktinvestment-Angeboten von P&R gewarnt und festgestellt, dass die Risiken im Verhältnis zu den Renditechancen enorm hoch sind. Die Mietzahlungen hängen nicht nur von der Bonität des Anbieters, sondern entscheidend von der Marktentwicklung ab. Mitentscheidend für die Entwicklung des Containermarktes und der Stahlpreise wird die Entwicklung des Welthandels sein. Im Hinblick auf die Androhung von Strafzöllen durch Donald Trump und möglicher Gegenmaßnahmen der EU ist die künftige Entwicklung des Welthandels ungewiss. Wenn P&R die benötigten Erträge nicht erwirtschaftet, kann der Anleger die versprochene Miete nicht erhalten. Es ist auch möglich, dass P&R den Investoren gar kein Rückkaufsangebot unterbreitet. Anleger haben keinen Einfluss und sind abhängig von dem Anbieter. Dazu kommt das Wechselkursrisiko, da der USD im Container-Geschäft dominiert.

Eigentumsfrage - wem gehören die Container?

Bei der Insolvenz des Initiators Magellan war die Frage des Eigentums an den Containern ein streitiges Thema. Dies ist ein weiterer Risikofaktor bei den Container- Direktinvestments. Nach dem Kauf- und Mietvertrag erwerben die Anleger hier das Eigentum an den Containern und erhalten zur Legitimation ein Eigentumszertifikat. Der Mietvertrag ersetzt die Übergabe der Container an die Investoren und P&R erhält das Besitzrecht an den Containern. Der Kauf- und Mietvertrag kann mit Zustimmung von P&R an einen Dritten übertragen werden.

Weiter besteht das Risiko, dass eine Übertragung des Eigentums an den Containern infolge der Anwendbarkeit ausländischer Rechtsordnungen nicht möglich ist. Der Investor kann dann den Kauf- und Mietvertrag kündigen, muss aber zusehen, wie er das investierte Geld zurück bekommt. Im schlimmsten Fall sind die Anleger gezwungen, ihre Container in einem weit entfernten Hafen abzuholen.

Einladung zur Telefonkonferenz betroffener Anleger von P & R Container - Direktinvest“

Wir erhalten aktuell sehr viele Anfragen von verunsicherten Anlegern der P&R Container- Direktinvestments und haben deshalb eine Telefonkonferenz organisiert. Alle betroffenen Anleger von P&R Container-Investments sind zur Teilnahme an der Telefon- und Webkonferenz am Dienstag, den 08. Mai 2018 um 18.30 Uhr eingeladen. Auf der Tagesordnung stehen Fragen zur aktuellen Entwicklung der Container – Investments sowie rechtliche Möglichkeiten zur Rettungdes investierten Kapitals.

Sie müssen sich nicht mit dem Risiko des Verlustes Ihres investierten Geldes abfinden und können Ihren Fall kostenfrei prüfen lassen.

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