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Prospekthaftung

MPC Sachwert Rendite-Fonds Indien 1 und 2: Kapitalanlage-Experiment Indien auf ganzer Linie gescheitert

Ein wachstumsstarker Markt, kurze Laufzeiten und Gesamtmittelrückflüsse von ca. 180% waren die Verkaufsargumente der Berater von Banken, Sparkassen und Finanzdienstleistern. Dies wurde sogar den Anlegern des Renditefonds Indien 2 bei den Beratungen noch versprochen, obwohl sich seit 2008 die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Indien im Zuge der Finanzkrise signifikant verschlechtert hatten. Nun hat die fehlende Einflussmöglichkeit der Fondsgesellschaft in Indien und das blinde Vertrauen der Initiatoren in die indischen Projektentwickler den Anlegern das investierte Kapital gekostet.

CFB-Fonds 166 „Twins I“: Geldvernichtung mit Ansage

Im Frühjahr 2008 hat die Commerzbank über 1.700 Privatanleger für den Schiffsfonds CFB 166 „Twins I“ eingeworben. Statt der versprochenen Gesamtrückzahlung von 211% ist für die Anleger ein Kapitalverlust von über 80% eingetreten. Beide Fondsschiffe wurden nun zu 6 bzw. 7 Mio. USD pro Schiff - einem Sechstel des Einkaufspreises - verkauft.

Preis-Spagat der CFB zulasten der Anleger missglückt.

Die beiden Fondsschiffe waren nicht neu, sondern wurden gebraucht vom aufgelösten Fonds CFB 146 gekauft. Der Kaufpreis für den CFB 166 betrug in 2007/2008 41,75 Mio. USD pro Schiff. Der CFB Fonds 146 hatte im Jahre 2002 für die selben Schiffe einen Kaufpreis von 27,4 Mio. USD pro Schiff gezahlt. Die Fondsschiffe wurden völlig überteuert eingekauft. Auf diesen Umstand wies werden der Prospekt, noch die Berater die Anleger hin. Der Brancheninformationsdienst „Kapitalmarkt Intern“ hat sich schon im Jahre 2008 kritisch über dieses für die Anleger fragwürdige Konzept geäußert.

Hannover Leasing 193 - Wachstumswerte Europa 3: Baumängel, Stellplätze ohne Baugenehmigung, auslaufende Mietverträge und sinkender Wert der Fondsimmobilie

Die 10.000 überwiegend sicherheitsorientierten Privatanleger, die im Jahre 2009 in diesen geschlossenen Fonds investiert haben, kommen nicht zur Ruhe. Stabilität, hohes Wachstumspotential und Auszahlungen von 6 % pro Jahr waren damals die Verkaufsargumente der Berater von Sparkassen und Commerzbank. Die Entwicklung des Fonds ist jedoch weit hinter den ursprünglichen Prognosen zurück geblieben.

Wie der Nordcapital Bulkerflotte 1 zum Anlageskandal für die Deutsche Bank wurde

Hohe Weichkosten und Fremdfinanzierung  beeinträchtigen die Werthaltigkeit der Bulkerflotte.

Das investierte Geld der Anleger war von Anfang an in Gefahr. Da über 20% des Kapitals der Gesellschafter  in Weichkosten geflossen ist, fehlte es an der Werthaltigkeit dieses Fonds. Durch eine Fremdfinanzierungsquote von 65%  waren die Kosten für den Kapitaldienst von Anfang an sehr hoch. Die Chancen für die Anleger hier einen Gewinn zu erzielen, waren sehr gering. Diese Tatsachen verschwieg die Deutsche Bank jedoch bei den Beratungen. Es ging der Bank vorrangig um den Verkauf der Anteile.

Hannover Leasing Fonds Nr. 193 Wachstumswerte Europa III: Landgericht Stuttgart verurteilt Commerzbank AG wegen weiter Prospekthaftung

In einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstrittenen Urteil vom 18.05.2017 hat die 6. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart die Commerzbank AG zum Schadensersatz und zur vollständigen Rückabwicklung der Beteiligung am Hannover Leasing 193 aufgrund eines fehlerhaften Emissionsprospektes verurteilt. Die Durchsetzung von Anlegerrechten wird hinsichtlich dieses Fonds im Ergebnis erleichtert.

Schiffsfonds Krise aktuell: AKH-H erstreitet obsiegendes Urteil für CFB Fonds 166 Anleger gegen Commerzbank AG

In dem von der Esslinger Kanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann erstrittenem Urteil vom 15.07.2016 hat die 25. Kammer des LG Frankfurt am Main, die Commerzbank AG auf  Schadenersatz und damit zur sogenannten Rückabwicklung der Beteiligung des Klägers an der CFB-Fonds Nr. 166, CFB-Schiffsfonds Twins 1, NAUTILUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS „NEDLLOYD ADRIANA" KG und der NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS „NEDLLOYD VALENTINA" KG, verurteilt (Az 2-25 O 870/15). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Veröffentlichungsdatum

1. August 2016

Schiffsfonds Krise aktuell: AKH-H erstreitet obsiegendes Urteil für CFB Fonds 166 Anleger gegen Commerzbank AG

In dem von der Kanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann erstrittenem Urteil vom 15.07.2016 hat die 25. Kammer des LG Frankfurt am Main, die Commerzbank AG auf  Schadenersatz und damit zur sogenannten Rückabwicklung der Beteiligung des Klägers an der CFB-Fonds Nr. 166, CFB-Schiffsfonds Twins 1, NAUTILUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS „NEDLLOYD ADRIANA" KG und der NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS „NEDLLOYD VALENTINA" KG, verurteilt.

BGH erklärt generelle Verkürzung der Verjährung in Prospekten geschlossener Fonds für unzulässig

Mit Urteil vom 22.09.2015 (Az.: II ZR 304/14) hat der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) die generelle Verkürzung der Verjährungsfrist in einer die Haftung regelnden Klausel in einem Emissionsprospekt als unzulässig erklärt.

Nach Ansicht des Bundesgerichtshofes ist der Prospekt in der Regel die einzige Grundlage für den späteren Vertragsschluss des Anlegers. Seine Aufgabe ist es, die potentiellen Anleger verlässlich, umfassend und wahrheitsgemäß zu informieren. Ein Haftungsausschluss für leichte Fahrlässigkeit widerspräche dieser grundlegenden Aufklärungspflicht, durch die der Schutz der Investoren sichergestellt werden soll. Die Beschränkung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit ist deshalb wegen Verstoßes gegen § 307 Abs. 1 BGB unwirksam.

TIP 33 KGAL Timber Class 1 KGAL European Infrastructure 1 aktuell: Commerzbank unterliegt vor LG Nürnberg-Fürth

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat die Commerzbank AG mit Urteil vom 24.03.2015 zum Schadensersatz in Höhe von 37.538 55 € verurteilt. Hintergrund des Rechtsstreites waren insgesamt drei Beteiligungen an dem geschlossenen Immobilienfonds Tomorrow Income Portfolio 33, dem geschlossenen Waldfonds KGAL Timber Class 1 GmbH & Co. KG sowie dem geschlossenen Infrastrukturfonds KGAL European Infrastructure Nr. 1 (ALCAS 202) .

DFH Indien I: LG Frankfurt verurteilt Commerzbank AG wegen Prospektfehlern

In einem von der Kanzlei Hänssler & Häcker-Hollmann erstrittenen Urteil vom 30.10.2014 hat das Landgericht Frankfurt am Main die in dem dortigen Verfahren beklagte Commerzbank AG zum Schadensersatz und zur vollständigen Rückabwicklung der Beteiligung am geschlossenen Immobilienfonds DFH Indien I verurteilt.

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