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Riesenradfonds „Global View“ in Schieflage – Möglichkeiten für betroffene Anleger

14.08.2009

Nachdem bereits der erste der seitens der ABN-AMRO Tochter Delbrück Bethmann Maffei (DBM) aufgelegte Riesenradfonds in Schieflage geraten war drohen nunmehr auch Anlegern des Riesenrad-Fonds „Global View“ enorme Verluste.

Bei dem geschlossenen Fonds „Global View“ handelt es sich um Beteiligung an der in Frankfurt am Main ansässigen Great Wheel Beteiligungs- GmbH & Co. KG welche über diverse Zwischengesellschaften in den Bau und die Inbetriebnahme von Riesen- bzw. Aussichtsrädern investiert. Als Standorte sind hierbei unter anderem Peking Orlando und Berlin vorgesehen.

Als Initiator Prospektherausgeber und Eigenkapitalvermittler fungierte dabei die gleichfalls in Frankfurt am Main beheimatete DBM Fonds Invest GmbH (nachfolgend DBM) eine Tochtergesellschaft der renommierten Privatbanken Delbrück Bethmann Maffei AG die wiederum zur ABN-AMRO-Gruppe gehört.

Schätzungsweise 10.000 Anleger haben sich im Jahr 2006 und 2007 an der Finanzierung des „Global View“ mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 208 Millionen beteiligt. Ca. 90 % dieser Anlagesumme wurde dabei über die Deutsche Bank vermittelt.
Neben den eingesammelten Anlegergeldern sollte die Finanzierung der Bauvorhaben durch die Aufnahme von Krediten finanziert werden.

Obwohl bislang  € 180 Millionen seitens der DBM investiert wurden konnte bis dato noch keines der geplanten Riesenräder ansatzweise fertig gestellt werden. Selbst bei gesicherter Finanzierung wird nicht mit einer Inbetriebnahme des ersten Riesenrades vor 2012 gerechnet.

Wie unlängst bekannt wurde erwarb die DBM die betreffenden Grundstücke ohne die hierfür aufgenommenen Kredite für die Riesenräder zu 100 % abgesichert zu haben.  Nachdem im Zuge der Wirtschaftskrise bereits mehrere Kreditinstitute ihre Kreditzusage zwischenzeitlich zurückgezogen haben droht dem Fonds bei fortbestehendem Liquiditätsengpass mit Ablauf diesen Jahres das Aus.

Ob sich vor dem Hintergrund der jüngsten Medienberichte neue Investoren für eine Fortführung der Finanzierung finden lassen bleibt abzuwarten.
Nach Bekanntwerden von Asbestfunden auf der Baustelle des ursprünglich Ende 2009 in Betrieb gehenden Berlin Wheel verweigerte das zuständige Bezirksamt Mitte die Erteilung der Baugenehmigung. Bis zu diesem Zeitpunkt waren allein in dieses Bauvorhaben € 120 Millionen geflossen über € 2 Millionen hiervon allein in die Klärung baurechtlicher Fragen.

Anleger des Pekingprojektes wurden mit Schreiben 18.01.2010 seitens der Geschäftsleitung des Fonds über die zwischenzeitlich eingeleitete Zwangsverwaltung informiert. Begründet wurde dieser Schritt mit der seitens der finanzierenden HypoVereinsbank vorgenommenen Darlehenskündigungen sowie der bereits begonnenen Sicherheitenverwertung. Selbst im Falle einer Fertigstellung des Projektes droht den Anlegern hier ein Totalverlust.

Betroffenen Anlegern wird geraten ihre in Betracht kommenden Ansprüche zeitnah durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Gerne können Sie diesbezüglich über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.
 

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