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Von der Ebertz & Partner-Gruppe initiierte Dorint-Hotel-Fonds in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

18.01.2008

Anleger sind alarmiert.

Die Ebertz- Gruppe Initiator von zahlreichen Dorint- Hotel- Fonds sammelte bei Anlegern binnen 30 Jahren etwa 500 Millionen Euro für diese Dorint- Hotel- Fonds ein. Bereits Anfang 2007 berichtete das “Manager Magazin“ in Heft 4/2007 dass die Krise der Hotelkette Dorint auch das Fondsgeschäft des bisherigen Haupteigners Herbert Ebertz bedrohe.

Seither ist die Ebertz Gruppe durch erhebliche interne Umstrukturierungsmaßnahmen geprägt. Zwischenzeitlich steht eine gewisse Zahl dieser „Hotelfonds“ vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten und damit wächst der Unmut unter den betroffenen Fondsteilhabern.
Am Beispiel einer Beteiligung „Sporthotel Garmisch-Partenkirchen“ lässt sich die missliche Situation eines Anlegers benennen.

Das rechtliche Konstrukt der Beteiligung ist als komplex zu bezeichnen. Der Anleger als solches beteiligt sich zum einen an einer GmbH & Co.KG geht eine sogenannte Kommanditistenstellung ein wird jedoch gleichzeitig Eigentümer innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG).
Dieses Konstrukt einer gesellschaftsrechtlichen Beteiligung neben einer WEG- Ebene schafft mannigfaltige Probleme und wird von der Geschäftsführung sowie gleichgeschalteten WEG- Verwaltung dazu genutzt Probleme auf der gesellschaftsrechtlichen Ebene (Sporthotel Garmisch-Partenkirchen GmbH & Co.KG) auf die Ebene der WEG zu verschieben.

Das ganze Vertragskonstrukt dieser Beteiligung wurde vom Fondsinitiator Herrn Dr. Ebertz dazu benutzt der Dorint AG seinerzeit das Feld für das Betreiben von Hotelanlagen zu bereiten. Die bei Auflage des Fonds eingesetzte Geschäftsführung bzw. deckungsgleiche WEG- Verwaltung – besetzt aus dem nahestehenden Kreis des Fondsintitiators – eigentlich den wirtschaftlichen Interessen des jeweiligen Anlegers verpflichtet verhandelte dann die entsprechenden Verträge für die Sporthotel Garmisch- Partenkrichen GmbH & Co.KG aus zu welchen wirtschaftlichen Konditionen die Hotelanlage der Dorint- Gruppe für einen Hotelbetrieb zur Nutzung überlassen werden durfte. Anzumerken ist dass der Fondsinitiator Dr. Herbert Ebertz selbst geraume Zeit Aufsichtsratsvorsitzender der Dorint AG war. Hieraus wird deutlich dass diesem Beteiligungskonstrukt ein bewusst vom Fondsinitiator konzipierter Interessenwiderstreit innewohnen könnte.

Die Anleger der Beteiligung Sporthotel Garmisch-Partenkirchen sehen sich aktuell in der Situation dass sie als Eigentümer eines Appartements / Studios seit Jahren keinen Pachtzins gemäß § 2 eines jeweils abgeschlossenen Pachtvertrages von der Geschäftsführung gezahlt bekommen. Die Anleger als Eigentümer der jeweiligen Appartements können diese zeitlich nur sehr eingeschränkt selbst nutzen können ansonsten bisweilen faktisch seit Jahren keinen weiteren wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen. Hinzukommt dass die Anleger nun mit massiven Nachschüssen erst auf der Ebene der Gesellschaft und im Nachgang auf der Ebene der WEG in Form von Sonderumlagen konfrontiert werden.

Aktuell droht nun die Transformation der Beteiligung in eine veränderte Rechtsform. Ein entsprechendes Konzept wurde im Rahmen einer außerordentlichen WEG- Versammlung im Dezember präsentiert. Kernpunkt dieses „Konzeptes“ ist die Aufgabe des grundbuchgesicherten WEG- Eigentums des jeweiligen Anlegers zugunsten der Transformation in einen Anteil einer Kommanditgesellschaft (Kommanditistenstellung).

Anleger würden bei Durchsetzung dieses „Konzeptes“ ihre rechtliche Position deutlich verschlechtern. Was die von Herrn Dr. Ebertz vorgestellte „große Fondslösung“ dem Anleger wirtschaftlich bringen soll ist bisweilen nicht nachvollziehbar. Eindeutig ist nur dass über die „große Fondslösung“ umfassende Mittel zur Runderneuerung des Gebäudebestandes generiert werden sollen um dann der „Neuen Dorint GmbH“ als neuer Pächterin der Hotelanlage ein saniertes Objekt zuzuführen. Es ist nicht ausgeschlossen dass der Anleger bei der „großen Fondslösung“ – sollte diese sich durchsetzten - ein hohes weitergehendes Haftungsrisiko begründen würde.

Unsere Kanzlei vertritt bereits zahlreiche geschädigte Anleger dieser Hotel-Beteiligung.
Es besteht die Möglichkeit Verträge zu lösen die von der Geschäftsführung missbräuchlich seit Jahren nicht mehr bedient werden. Zielsetzung hierbei ist es die Beteiligung für den Anleger wieder einem wirtschaftlichen Nutzen zuzuführen bzw. brach liegendes gebundenes Kapital aus einer Beteiligung herauszulösen. Eine möglicherweise Ende Februar 2008 anberaumte außerordentliche Eigentümerversammlung wird aller Voraussicht weichenstellende Entscheidungen treffen.

Betroffenen Anlegern der Dorint- Hotel- Fonds ist aufgrund der rechtlichen Komplexität und im Hinblick auf die wirtschaftlichen Entwicklungen anzuraten eine anwaltliche Beratung nachzusuchen.

Sie haben die Möglichkeit sich über das Kontaktformular mit uns in Verbindung zu setzen.
Gerne beraten wir Sie in dieser Angelegenheit.

Ingolf Heinke Jurist
Anwaltskanzlei Hänssler & Häcker-Hollmann

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