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Weitere Medienfonds in der Krise:

29.08.2008

IMF International Medien & Film GmbH & Co. Prod. KG
Unter diesem Oberbegriff wurden von der DCM Capital Management AG zwischen 1999 und 2002 drei Fonds aufgelegt die inzwischen genau wie andere Medienfonds von der Krise in diesem Bereich erfasst wurden.

Der IMF Internationale Medien & Film GmbH & Co. 1 Prod. KG ist inzwischen in der Intermedia AG aufgegangen.
Im Jahr 2000 ging die Intermedia welche ein „strategischer Partner“ der 1. IMF war an die Börse. In der Gesellschafterversammlung der 1. IMF wurde beschlossen dass die IMF das Angebot der Intermedia annehmen wird an dem Börsengang teilzunehmen.
In diesem Zusammenhang wurde eine Informationsbroschüre an die Kommanditisten herausgegeben die über den Börsengang und die Auswirkungen informierte.

Am 18. Mai 2000 wurde die Internationalmedia AG (WKN 548 880) am Neuen Markt der Wertpapierbörse in Frankfurt erstmals notiert. Der Emissionskurs lag an diesem Tag bei 32 €.
Der Wert einer Aktie lag im Juni 2006 bei 0 63 € im Februar 2008 bei nur noch 0 10 €.
Hinzukam dass 2003 einigen Anlegern ein Steuerbescheid zuging in dem der nahezu 200 % betragende Gewinn (aus dem Börsengang) zu versteuern war.

Fraglich ist insoweit ob die Anleger im Vorfeld des Börsenganges ausreichend über die rechtlichen und steuerlichen Folgen aufgeklärt wurden.
Im März 2008 meldete die Eluvium Holdings GmbH die Kontrollerlangung gem. § 35 I iVm § 10 III WpÜG.
Mögliche Übernahmeangebote durch die Gesellschaft sind also denkbar.

Anleger sollten sich umfassend beraten lassen bevor sie ein solches Angebot annehmen. Mögliche Schadensersatzansprüche würden durch eine Übertragung der Beteiligung auf die Eluvium Holdings GmbH verloren gehen.

Die IMF Internationale Medien & Film GmbH & Co. 2 Prod. KG und IMF Internationale Medien & Film GmbH & Co. 3 Prod. KG wurden ab dem Jahr 2000 vertrieben.
Beide Fonds sollten nach den Prospektangaben in „Kino- Blockbuster“ investieren so zum Beispiel in „ Terminator 3“ mit Arnold Schwarzenegger oder „Aviator“ mit Leonardo di Caprio.
Die Ausschüttungen sollten laut Prospektierung jährlich in Höhe von 25 % bzw. 7 % erfolgen. Diese Versprechungen konnten jedoch wie in der Medienfonds- Branche nicht selten nicht eingehalten werden.
Bereits im Jahr 2004 wurden die Ausschüttungen gekürzt.

Der Medienfonds IMF 4 wurde im Jahr 2004 vom Emissionshaus DCM Capital Management AG vom Markt genommen. Als Argument wurde die allgemeine Verunsicherung in diesem Marktsegment angeführt.

Insgesamt ist Anlegern dieser Fonds aufgrund der ausbleibenden Ausschüttungen zu raten anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen um einen möglichen Schaden so gering wie möglich zu halten.

Andrea Häcker-Hollmann Rechtsanwältin
Anwaltskanzlei Hänssler & Häcker-Hollmann

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