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Zweitmarktfonds HTB Zehnte Hanseatische Schiffsfonds GmbH & Co. KG: Hohe Verluste statt sicherer Rendite

Das investierte Kapital der ca. 1000 privaten Anleger des geschlossenen Schiffszweitmarktfonds „HTB Zehnte Schiff KG“ ist zum größten Teil verloren. Mittlerweile ist unübersehbar, dass alle betroffenen Anleger sich bei diesem Fonds auf den Verlust des größten Teils des investierten Geldes einstellen müssen. Prospektiert war ein Gesamtmittelrückfluss von 180% bei einer kurzen Laufzeit von ca. 10 Jahren. Das Konzept dieses Zweitmarktfonds ist endgültig gescheitert. Bis heute sind lediglich Ausschüttungen von ca. 10 % an die Anleger gezahlt worden und weitere Ausschüttungen sind nicht zu erwarten. Bei den meisten Ziel – Schiffsfonds bestehen Liquiditätsprobleme und die Fondsgesellschaft wird immer wieder von Insolvenzverwaltern der Schiffsgesellschaften auf Rückzahlung von Ausschüttungen in Anspruch genommen. Auf dem Zweitmarkt wurde der Fonds „HTB Zehnte Schiff KG“ zuletzt im Juli 2017 zu gerade einmal 3% gehandelt.

Falschberatung durch Banken und Finanzdienstleister

Im Sommer des Jahres 2008, also zu Anfang  der Finanz- und Wirtschaftskrise, die zu dieser Zeit den Boom der Containerschifffahrt abgewürgt hat, hatten Banken und Finanzdienstleister insgesamt ca. 1000 Privatanleger  für diesen Schiffsfonds eingeworben. Die Berater der Banken und Vertriebe schilderten diesen geschlossenen Zweitmarktfonds als Investition mit nachhaltigem Ertrag aus stabilen Werten mit historisch niedrigen Schiffspreisen. Geworben wurde mit hoher Sicherheit durch breite Risikostreuung und überdurchschnittlichen Renditechancen. Beim Verkauf der Anteile wurden die Anleger so gut wie nie  über die hohen Risiken dieses Fonds und über die geflossenen Provisionen belehrt.

Hohe Risiken für Privatanleger der „Wette auf steigende Schiffspreise“

Bei diesem Eigenkapitalfonds mit einem Gesamtvolumen von ursprünglich EUR 31.360.000   konnten sich die Anleger als Kommanditisten an  der Gesellschaft „HTB Zehnte Hanseatische Schiffsfonds GmbH & Co. KG“ beteiligen. Der Zweitmarktfonds „HTB 10. Schiff KG“ ist als sogenannter Hybridfonds konzipiert. Er investierte ähnlich wie ein Private Equity Fonds durch den Ankauf im Zweitmarkt in „gebrauchte“ Schiffsfonds und durch Direktinvestition in Schiffsbeteiligungen, schwerpunktmäßig im Bereich der Containerschiffe. Das ursprüngliche Konzept des „HTB Zehnte Schiff KG“ bestand darin, die bedingt durch die Schifffahrtskrise niedrigen Kaufpreise zu nutzen, um nach einer Laufzeit von ca. 10 Jahren die Schiffsbeteiligungen mit großen Gewinnen zu veräußern. Die Vorteile des Erwerbs von Beteiligungen an gebrauchten Schiffsfonds, wie größtmögliche Risikostreuung, niedrige Kaufpreise und hohe Entschuldung der Schiffe, wurden besonders beworben.

Auf die besonders hohen Risiken eines Zweitmarktfonds, wie die Gefahr von Rückforderung von Ausschüttungen der Zielfonds, die Ausweitung der Schifffahrtskrise, ein Preisverfall bei gebrauchten Schiffen und das Risiko von Insolvenzen der Zielfonds,  wurden die Anleger aber nicht hingewiesen

Zum Zeitpunkt der Vollinvestition umfasste der Fonds HTB Zehnte  Schiff KG“ 187 Zweitmarktbeteiligungen und 4 Direktinvestments. Bei Zeichnung durch die Anleger stand noch nicht fest, an welchen Schiffsfonds sich der „HTB Zehnte Schiff KG“ direkt oder indirekt beteiligen wird. Dieser Zweitmarktfonds ist insoweit als Blindpool konzipiert Derartige Kapitalanlagen eigenen sich ausschließlich für risikofreudige Anleger. Das Verlustrisiko ist bei solchen Zweitmarktfonds überproportional hoch.

Versenktes Geld statt „sturmerprobte Kapitalanlage“

Schon bald wurde klar, dass sich die hohen Risiken hier realisiert haben. Mitte des Jahres 2017  wurden im Portfolio des Fonds noch Anteile an 62 Schiffsfondsgesellschaften und 3 Direktbeteiligungen gehalten. Der Fonds hat somit bis heute ca. 2/3 des Zweitmarktportfolios eingebüßt, wofür die Anleger jedoch lediglich Ausschüttungen von 10% erhalten haben. Das Portfolio hat realistisch betrachtet nur noch einen Bruchteil des Wertes des Anschaffungspreises.

Achtung Verjährung! Letzte Möglichkeit zur Durchsetzung der Ansprüche

Schadensersatzansprüche können von den betroffenen Anlegern nur bis zum Eintritt der Verjährung durchgesetzt werden. Die absolute Verjährung tritt genau zehn Jahre nach dem Beitritt zum Fonds ein. Da der Fonds HTB Zehnte  Schiff KG“ zwischen Mai 2008 und Oktober 2008 vermarktet wurde, steht die Verjährung der Ansprüche hier unmittelbar bevor.

Einladung zur Telefonkonferenz der Anlegergemeinschaft „HTB Zehnte Schiff KG“

Alle betroffenen Gesellschafter dieses Schiffs - Zweitmarktfonds sind zur Teilnahme an der Telefon- und Webkonferenz  am Dienstag, den 20. März 2018 um 18.30 Uhr eingeladen. Tauschen Sie Erfahrungen und Meinungen  mit Ihren Mitgesellschaftern aus. Auf der Tagesordnung stehen Fragen zur Entwicklung des Fonds, rechtliche Möglichkeiten zur Rettung des investierten Geldes und bisher erzielte Erfolge für Anleger.

Sie müssen sich nicht mit dem Verlust des investierten Geldes abfinden und können  sich der  Anlegergemeinschaft „HTB Zehnte Schiff KG anschließen und Ihren Fall prüfen lassen.

Rechtsanwälte Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann: Die Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht – seit über 20 Jahren im Dienste des Verbrauchers

Seit der Gründung im Jahre 1995 hat sich die Rechtsanwaltskanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann im Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und vertritt geschädigte Kapitalanleger aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit aktuell 28 Rechtsanwälten und Wirtschaftsjuristen sind wir eine der größten sowie erfahrensten Kanzleien für Kapitalanlagerecht auf Investorenseite in Deutschland. Wir haben für unsere Mandanten zahlreiche, teils höchstrichterliche Urteile erstritten und in den letzten Jahren aktiv an der Gestaltung der Rechtsprechung im Gebiet des Anlegerschutzes mitgewirkt. Durch unsere Fachanwälte wurden weit über 15.000 Vergleiche und Urteile seit Bestehen der Kanzlei erreicht.

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