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Fundus Fonds 34: Bonnfinanz AG vom Oberlandesgericht Karlsruhe wegen fehlerhafter Anlageberatung verurteilt

Die Bonnfinanz AG wurde in einem Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe wegen einer Beteiligung an dem Fundus Fonds Nr. 34 Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG wegen fehlerhafter Anlageberatung verurteilt. Dem von der Kanzlei Hänssler und Häcker-Hollmann vertretenen Kläger wurde ein Betrag von über 40.000 00 € zugesprochen. Dabei wurde nicht nur das verlorene Kapital sondern auch der entgangene Gewinn des Klägers berücksichtigt.

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Der Anlageberater der Bonnfinanz AG hatte dem Kläger im Rahmen einer Beratung unter anderem eine Beteiligung an dem Fundus Fonds Nr. 34 Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG in Höhe von 50.000 00 DM empfohlen. Die Anlageberatung fand im Jahr 2001 statt. Der Kläger wollte eine sichere Geldanlage zur Altersvorsorge zeichnen. Dies teilte er dem Berater auch mit. Die Bonnfinanz AG behauptete, sie habe den Kläger über alle Risiken aufgeklärt.
In der Beweisaufnahme vor dem Landgericht Konstanz wurde der klägerische Vortrag im Wesentlichen bestätigt. Das Landgericht Konstanz ging aber fälschlicherweise von einer Verjährung der Ansprüche aus.
Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat nun in dem Urteil vom 30.12.2014 die Bonnfinanz AG verurteilt.
Bezüglich des Fundus Fonds 34 (Heiligendamm) ist das Oberlandesgericht der Ansicht, dass es sich um eine äußerst riskante Geldanlage handelt. Das OLG führt aus, dass eine solche Beteiligung an einem neu gegründeten Unternehmen wie dem noch auszubauenden und dann am Markt im Luxussegment zu etablierenden Hotel in Heiligendamm für den Kläger objektiv ungeeignet war. Es handelte sich um eine ausdrücklich hochspekulative Anlage. Die Wertentwicklung der Anlage kann deshalb von einer Rendite in unbekannter Höhe bis zu einem Totalausfall des eingesetzten Kapitals reichen. Eine solche Anlage entspricht nicht dem Risikoprofil des Klägers und den von ihm verfolgten Anlagezielen. Sie hätte – auch aus der heutigen Sicht - von dem Berater dem Kläger nicht vorgeschlagen werden dürfen. Die Ansprüche des Klägers sind zudem auch nicht verjährt. Das OLG ist im Hinblick auf die kenntnisabhängige Verjährung richtigerweise der Auffassung, dass für den Anleger kein Anlass und keine Pflicht bestanden hat, die Geschäftsberichte im Einzelnen zu durchforsten.

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