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Landgericht Münster verurteilt die DeuKap Deutsche Kapitalanlagen Service-Vermittlungs GmbH zu Schadensersatz

Die Kanzlei AKH-H hat ein Urteil für einen Anleger mit einer Fondsbeteiligung am IGB USA Retail Portfolio erstritten. Das Landgericht Münster hat mit Urteil vom 7. 11. 2019 (Az. 114 O 30/18) die DeuKap zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von EUR 8.517,53 zzgl. Zinsen von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz verurteilt. Das Landgericht hat dem geschädigten Anleger auch einen entgangenen Gewinn zugesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Kammer des Landgerichts sah es als erwiesen an, dass die DeuKap den Pflichten einer anleger- und anlagegerechten Beratung in mehrfacher Hinsicht nicht nachgekommen ist.

So hat sie bei der Empfehlung, sich an dieser Anlage zu beteiligen, schon das Anlageziel und die Risikobereitschaft verkannt. Zudem sollte das Kapital auch maximal zehn Jahre gebunden sein und dann wieder zur Verfügung stehen. Auch dies ist bei der IGB USA Retail Portfolio Beteiligung nicht gegeben. Dem Kläger war an einer sicheren Anlage zur Altersvorsorge gelegen und nicht an einer riskanten unternehmerischen Beteiligung. Dafür sprach schon der Umstand, dass der Kläger das Geld zuvor risikolos in eine Lebensversicherung investiert hatte. Daher war bereits die Empfehlung an sich nicht mit den Pflichten einer ordnungsgemäßen Anlageberatung zu vereinen.

Des Weiteren wurde der Kläger auch nicht anlagegerecht beraten. Ihm wurden die Risiken, welche mit einer geschlossenen Beteiligung einhergehen, nicht ausreichend oder gar nicht dargestellt. Das Gericht schenkte der Aussage des damaligen Beraters nicht nur keinen Glauben, sondern hielt dessen Aussage eher für „einstudiert“ und auf den Prozess angepasst. So ging die Kammer auch davon aus, dass über das Risiko des Wiederauflebens der Haftung nicht aufgeklärt wurde und dass auch die Laufzeit mit 3-5 Jahren falsch dargestellt worden sei.

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