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MPC CPO Nordamerika Schiffe 1: LG Berlin verurteilt Targobank AG & Co. KGaA zu Schadensersatz und Rückabwicklung

In einem seitens der Kanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann für einen Anleger des geschlossenen Schiffsfonds MPC CPO Nordamerika Schiffe 1 GmbH & Co. KG erstrittenen Urteil vom 18.01.2017 hat das Landgericht Berlin die Targobank AG & Co. KGaA (als Rechtsnachfolgerin der ursprünglich vermittelnden Citibank) zu Schadensersatz und Rückabwicklung verurteilt (Az.: 4 O 386/15).

Bei dem MPC CPO Nordamerika-Schiffe 1- Fonds handelt es sich um einen Schiffsfonds in Form einer Kommanditgesellschaft. Der Fonds ermöglichte den Anlegern mittelbar die Beteiligung an fünf Ein-Schiffsgesellschaften. Investiert wurde zum Zeitpunkt der Eigenkapitalvermittlung in fünf noch im Bau befindliche Vollcontainerschiffe der Panamax-Klasse. Bei den Schiffen handelt es sich im Einzelnen um die

  • MS „CPO Boston“

  • MS „CPO Philadelphia“

  • MS „CPO Richmond“

  • MS „CPO Charleston“

  • MS „CPO Jacksonville“

Die Gesamtinvestitionssumme des Fonds MCP CPO Nordamerika Schiffe 1 belief sich auf 281.263.500,00 €. Hiervon handelt es sich bei 85.870.000,00 € (zzgl. 5 % Agio) um das einzuwerbende Emissionskapital und bei 180.726.000,00 um Schiffshypothekendarlehen. Die Fremdkapitalquote belief sich daher auf 64,26 %.

Der Klägerin wurde von einem Mitarbeiter der vormaligen Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA Berlin, heute Targobank AG & Co. KGaA, der Schiffsfonds MCP CPO Nordamerika-Schiffe 1 als sichere und risikolose Kapitalanlage empfohlen. Die Klägerin hatte ihrem damaligen Bankberater mitgeteilt, dass sie ihr Eigenkapital werterhaltend und zum Vermögensaufbau anlegen möchte. Weiter erklärte sie, dass sie Interesse an soliden Renditen und Zinsen habe und wenig risikofreudig sei.

Nach Überzeugung des Gerichts, wurde die Klägerin jedoch nicht darüber aufgeklärt, dass sie erhaltene Ausschüttungen gegebenenfalls wieder zurückzuzahlen hat. Eine entsprechende Aufklärung erfolgte nach Überzeugung des Gerichts auch nicht anhand des Emissionsprospektes zum Fonds, da dieser der Klägerin nicht übergeben wurde. 

Die 4. Zivilkammer des Landgerichts Berlin hat der Klage stattgegeben und die Targobank AG & Co. KGaA insoweit zur Zahlung von Schadensersatz gegen Abtretung der Ansprüche aus dem Treuhandvertrag mit der Treuhänderin des Fonds verurteilt.

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