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OLG Dresden bestätigt die Verurteilung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig – Signalwirkung für 50.000 Flugzeugfonds-Anleger

Das Oberlandesgericht Dresden hat mit Urteil vom 9. Januar 2020 (Az. 8 U 1300/18) die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig zum Schadensersatz wegen einer Beteiligung am geschlossenen Flugzeugfonds Lloyd Airportfolio II verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.
Zuvor hatte bereits das Landgericht Leipzig mit Urteil vom 14. Mai 2019 die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von EUR 9.725,00 zzgl. Zinsen von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz sowie Zahlung des entgangenen Gewinns in Höhe von EUR 1.575,00 zzgl. Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz verurteilt. Das OLG Dresden hat die hiergegen gerichtete Berufung der KSK Leipzig nun abgewiesen und das Urteil bestätigt.

Hintergrund und Sachverhalt

Hintergrund der Rechtstreitigkeit war ein Schadensersatzbegehren des Klägers, weil dieser im Zusammenhang mit der Zeichnung einer Fondsbeteiligung am Lloyd Airportfolio II, unzureichend beraten und nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wurde. Die Sparkasse hat sowohl die bestehenden Risiken und Nachteile, als auch die tatsächlich anfallenden Provisionen für die Sparkasse nicht ordnungsgemäß dargestellt und offengelegt.

Lösungsmöglichkeit für A380 Fondsanleger

Das Urteil des Oberlandesgerichts hat Signalwirkung für 50.000 weitere Anleger, die rund 1,6 Milliarden Euro in A 380-Flugzeugfonds investiert haben.
Die aktuelle Krise des Riesenfliegers A380 trifft vor allem Investoren. In Deutschland haben über 50.000 Anleger rund 1,6 Milliarden Euro in A380-Flugzeugfonds – insgesamt einundzwanzig Flugzeuge des Typs A380 - investiert. Immer mehr Airlines geben ihre geleasten A380-Flugzeuge nach Ablauf der Vertragsdauer zurück. Ohne Verlängerungsoption beim Leasing oder eine anderweite Verwendung sind die Prognosen der Flugzeugfonds nicht zu halten. Ein Weg aus der Krise für betroffene Anleger kann in der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen und der Rückabwicklung der Beteiligung bestehen. Die Ansprüche von Anlegern verjähren allerdings 10 Jahre nach Abschluss des Beteiligungsvertrages. Die Verjährung endet also nicht am Ende eines Jahres, sondern hängt vom Datum der Unterschrift ab. Bei etwa einem Drittel der A380-Flugzeugfonds sind Schadensersatzansprüche bereits verjährt; das zweite Drittel verjährt in diesem und im nächsten Jahr.

 

 

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