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Verjährung

Verjährung bedeutet: durch den Ablauf einer bestimmten Frist bewirkte Verlust der Möglichkeit, einen bestehenden Anspruch durchzusetzen. Für den Verpflichteten wird das Recht begründet, dem Anspruch des Berechtigten mit Leistungsverweigerung entgegenzutreten. Die Verjährungsvorschriften des BGB sind in den §§ 194 ff. BGB geregelt. Die Regelmäßige Verjährungsfrist beträgt gem. § 195 BGB drei Jahre. Sie beginnt, soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (§ 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB) und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste (§ 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB). Damit sich die Abwicklung von Ansprüchen nicht unbegrenzt hinzieht, hat der Gesetzgeber Höchstfristen festgelegt.  Dies bedeutet:  Selbst, wenn man nichts von seinem Anspruch wusste, verfällt er nach Ablauf dieser Frist endgültig. Sonstige Schadensersatzansprüche, wie zum Beispiel häufig in Kapitalanlagefällen, verjähren ohne Rücksicht auf die Kenntnis usw. in zehn Jahren von ihrer Entstehung an, ohne Rücksicht auf Entstehung und Kenntnis von dem den Schaden auslösenden Ereignis an. Maßgeblich ist die früher endende Frist (§ 199 Abs. 3 BGB). Spätestens nach zehn Jahren tritt die Verjährung in der Regel bei Kapitalanlagefällen immer ein. Die Höchstfristen enden jedoch nicht am Jahresende, sondern zehn Jahre nach dem Tag, an dem die Fehlberatung stattfand, also Tag genau.

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