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Urteil CookieCasino: Gericht spricht Spieler Erstattung von Verlusten in Höhe von 54.150 Euro zu

Veröffentlicht von David Philips-Kontopoulos am 19. September 2025
Online-Casino-Tablet

In einem von unserer Kanzlei vertretenen Fall hat das Landgericht Hannover ein deutliches Zeichen für den Verbraucherschutz im Online-Glücksspiel gesetzt und die Rückforderung von Verlusten aus Online-Glücksspielen ermöglicht. Die maltesische Betreiberin N1 Interactive Limited, welche das deutschsprachige Online-Casino „CookieCasino“ betrieb, wurde verurteilt, einem Spieler 54.150 Euro an verlorenen Spieleinsätzen zzgl. Zinsen zu erstatten (Urteil vom 18.08.2025, Az. 2 O 49/23, noch nicht rechtskräftig).

Hintergrund des Urteils CookieCasino: Unerlaubtes Glücksspiel ohne gültige Lizenz

Unser Mandant nahm zwischen Dezember 2020 und Dezember 2022 über die Internetseite von CookieCasino an Online-Glücksspielen teil. Insgesamt zahlte er rund 80.750 Euro ein und erhielt Auszahlungen in Höhe von 26.000 Euro. Damit ergab sich ein Verlust von 54.150 Euro. Erst nachträglich stellte sich heraus, dass CookieCasino über keine deutsche Glücksspielkonzession verfügte.

Über einen Prozessfinanzierer machte er die Rückforderung seiner Verluste geltend. Die Betreiberin von CookieCasino bestritt die Zuständigkeit deutscher Gerichte und die Anwendbarkeit deutschen Rechts. Sie behauptete außerdem, der Kläger habe die fehlende Lizenz gekannt und freiwillig gespielt. Außerdem sei die Teilnahme an Online-Sportwetten in diesem Zeitraum legal gewesen.

Entscheidung des LG Hannover: Illegales Angebot und Schutzgesetzverletzung

Das Landgericht Hannover stellte klar, dass das Angebot von CookieCasino in Deutschland als unerlaubtes Glücksspiel zu betrachten ist, da keine deutsche Glücksspiellizenz vorlag. Zudem stellte es im Urteil fest, dass deutsche Gerichte zuständig sind und deutsches Recht anzuwenden ist. Der Kläger habe als Verbraucher gehandelt, während CookieCasino sein Angebot gezielt auf den deutschen Markt ausgerichtet habe.

Das Landgericht Hannover bejahte einen Schadensersatzanspruch, da CookieCasino ohne deutsche Lizenz Online-Glücksspiele angeboten hatte. Diese Vorschriften sind Schutzgesetze, die Spieler:innen vor wirtschaftlichen und gesundheitlichen Schäden bewahren sollen.

Dass der Kläger möglicherweise von der Illegalität wusste, ändere nichts an der Haftung. Ein Mitverschulden wurde ausdrücklich verneint, da der Schutzzweck des Glücksspielstaatsvertrags gerade darin besteht, zu verhindern, dass unerlaubte Angebote überhaupt stattfinden.

Bedeutung für Betroffene

Der Fall zeigt, dass Verluste aus illegalem Online-Glücksspiel zurückgefordert werden können. Auch nach dem 01.07.2021 ist die Rückforderung von Verlusten aus Online-Glücksspielen möglich, sofern die Anbieter über keine gültige Lizenz verfügen oder sich nicht an die Auflagen des Glücksspielstaatsvertrags halten.

Kostenfreie Ersteinschätzung für geschädigte Spielerinnen und Spieler

Spielerinnen und Spieler sollten ihre Transaktionen dokumentieren und anwaltlich prüfen lassen, ob ein Rückforderungsanspruch besteht. Unsere Kanzlei berät hierzu seit vielen Jahren bundesweit betroffene Verbraucher:innen und hat zahlreiche Urteile erstritten. Wir prüfen Ihren Fall kostenlos und unverbindlich und sagen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, Ihr Geld zurückzubekommen.

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David Philips-Kontopoulos

Autor

David Philips-Kontopoulos, Rechtsanwalt
Anwaltskanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann