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Probleme bei Leonidas Fonds: Schadensersatz und Rückabwicklung prüfen lassen

Veröffentlicht von Annekatrin Schlipf am 05. Oktober 2021

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Immer wieder geraten Kapitalanlagen des Emissionshaus Leonidas Associates AG in die negativen Schlagzeilen. Im Jahr 2018 haben wir darüber berichtet, dass der Wasserfonds Leonidas Associates H2O GmbH & Co. KG Vermögenswerte offenbar prospektwidrig investierte und viele Leonidas Fonds ihre Prognosen nicht einhalten können. Ausschüttungszahlungen wurden reduziert oder zeitweise komplett eingestellt. Nun sorgt die Auseinandersetzung zwischen dem Treuhänder einiger Leonidas-Fonds und dem Fondsmanagement für Aufsehen. Der enttäuschende Verlauf vieler Leonidas Fonds setzt sich indes unverändert weiter fort.

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Streit zwischen Management und Treuhänderin

Die Leonidas Associates GmbH wurde 2008 von Antje Grieseler und Max-Robert Hug gegründet und firmiert seit 2015 als Leonidas Associates AG. Seitdem wurden mehrere Solar,- Wind- und Wasserfonds aufgelegt. Die beiden ursprünglichen Firmengründer streiten heute in verschiedenen Positionen um die Einflussnahme bei den Leonidas Fonds.

Die Leonidas-Fondgesellschaften haben unterschiedliche Treuhänderinnen; die Leonidas Treuhand GmbH ist Treuhänderin der Windkraftfonds Leonidas Associates XII, XIII, XIV, XVI und XVII Wind GmbH & Co KG. Der Geschäftsführer der Leonidas Treuhand GmbH, Max-Robert Hug, hat die Anleger*innen dieser Fonds aktuell zu einer Informationsveranstaltung am 8. Oktober 2021 in München eingeladen. Zuvor hatte der Großteil der Anleger*innen der betroffenen Fonds sich für die Einberufung von außerordentlichen Gesellschafterversammlungen ausgesprochen. Seit längerem steht das Fondsmanagement nicht nur deswegen in der Kritik, weil die Ergebnisse unter den prognostizierten Werten zurück geblieben sind, sondern auch wegen verspäteter Jahresabschlüsse und vor allem einer intransparenten Kommunikation gegenüber den Anleger*innen.

Als Reaktion auf die bevorstehende Veranstaltung haben Antje Grieseler und Ralf Schamberger für die Leonidas Management GmbH die Anleger*innen ihrerseits angeschrieben und mitgeteilt, aus welchen Gründen sie die geplante Veranstaltung als nicht sinnvoll erachten. Wir werden für unsere Mandanten an der Informationsveranstaltung teilnehmen und über den Inhalt und Ausgang der Veranstaltung berichten.

Auf die Ankündigung der Informationsveranstaltung hat das Fondsmanagement auch regiert, indem Anleger*innen Beschlussfassungen zur Änderung von Gesellschaftsverträgen im schriftlichen Umlaufverfahren erhalten haben. Der Termin zur Rücksendung des Stimmzettels ist der 20.10.2021. Wir raten betroffenen Anleger*innen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und sich aktiv zu beteiligen. Wir beraten unsere Mandant*innen auch hinsichtlich der angestoßenen Änderungen der Gesellschaftsverträge.

So können Anleger*innen aus geschlossenen Fonds aussteigen

Bei einem geschlossenen Fonds können Anleger*innen ihre Anteile nicht vor Beginn der Liquidations- oder Auslaufphase des Fonds zurückgeben. Anteile an geschlossenen Fonds werden daher als wenig liquide bezeichnet: Anleger*innen haben keinen Anspruch auf Rücknahme des Fondsanteils während der geplanten Laufzeit. Gerät der Fonds in wirtschaftliche Schieflage, haben sie folgende Möglichkeiten um auszusteigen:

  • Verkauf des Gesellschaftsanteils auf dem Zweitmarkt: Es gibt einen Zweitmarkt für geschlossene Fonds, auf dem Anleger*innen versuchen können, ihre Beteiligungen zu verkaufen. Marktführer ist die Handelsplattform zweitmarkt.de. Wenn Anleger*innen dort ihre Beteiligung verkaufen wollen, wird das Verkaufsangebot veröffentlicht. Es gelingt jedoch nur in wenigen Fällen, die Beteiligungen zu einem angemessenen Preis zu verkaufen.
  • Rückabwicklung aufgrund von Schadensersatzansprüchen: Kommanditist*innen einer KG, die durch unrichtige Prospektangaben oder Verletzung einer Aufklärungspflicht dazu gebracht wurden, einer Anlagegesellschaft als Gesellschafter*in beizutreten, können die Rückabwicklung der Beteiligung verlangen. Als Rechtsfolge werden Gesellschafter*innen so gestellt, als ob sie dem Fonds nie beigetreten wären. Sie erhalten das eingesetzte Kapital zurück und übertragen den Gesellschaftsanteil.

Für Anleger*innen, die eine Rückabwicklung ihrer Beteiligung über die Geltendmachung von Schadenersatzansprüche anstreben, ist es sinnvoll, in der Praxis erfolgsversprechende Ansprüche gegen liquide Banken oder haftpflichtversicherte Vertriebe zu verfolgen. Wir wählen erfolgversprechendste und kostengünstigste Strategie und schlagen Ihnen die Maßnahmen vor, die sowohl rechtlich, als auch wirtschaftlich sinnvoll sind.

Achtung Verjährung – Abwarten der weiteren Entwicklungen birgt Risiko

Anleger*innen sollten unbedingt die Verjährung beachten: Sollten sie die jeweilige prognostizierte Laufzeit abwarten, könnten Ansprüche auf Rückabwicklung wegen Verjährung meist nicht mehr durchgesetzt werden. Die absolute Verjährung tritt immer genau zehn Jahre nach der Unterzeichnung der Beitrittserklärung zum Fonds ein. Nach Ablauf dieser Frist bleibt eine Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen dauerhaft verwehrt.

Beispielsweise fand beim Fonds Leonidas Associates H2O GmbH & Co. KG die Zeichnungsphase zwischen Herbst 2011 und Sommer 2012 statt. Damit droht die Verjährung von Schadensersatzansprüchen in diesem Fonds bereits im Herbst 2021.

Unser Angebot: Kostenfreie Ersteinschätzung

Wir beraten und vertreten Fondsanleger*innen bundesweit seit über 25 Jahren. Als eine der größten Kanzleien für Bank- und Kapitalmarktrecht in Deutschland haben wir größte Erfahrung im außergerichtlichen und gerichtlichen Vorgehen auf diesem Gebiet.  Nutzen Sie jetzt unser Angebot einer kostenfreien Ersteinschätzung für Ihre geschlossenen Fondsbeteiligungen. Füllen Sie unseren Online-Fragebogen aus und lassen Sie ihn uns  mitsamt den erbetenen Unterlagen zukommen. Nach Auswertung Ihrer Unterlagen erhalten Sie dann umgehend eine fundierte Ersteinschätzung hinsichtlich der Erfolgsaussichten Ihres Falles.

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