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Texxol Sparpläne und Einmalanlagen in der Kritik

Veröffentlicht von Ingrid Arnold-Gloksin am 11. Februar 2021

Die Texxol Mineralöl AG aus dem niedersächsischen Brackel ist Anbieterin eines Fonds, der sich mit der Ausbeutung von Rohstoffen befasst. Anleger treten der Gesellschaft als stille Gesellschafter bei. Nach Angaben der Texxol Mineralöl AG haben bislang rund 3.000 Anleger fast 60 Mio. investiert.  In der Vergangenheit stand die Texxol Mineralöl AG bei Verbraucherschützern immer wieder in der Kritik. Unter anderem deshalb, weil Anleger aufgefordert wurden, bereits erhaltende Gewinne zurückzuzahlen oder Risiken verharmlost werden.

Texxol Sparpläne und Einmalanlagen

Die Texxol Mineralöl AG bietet Anlegern, sich mittels (Raten-) Sparplänen und Einmalanlagen an Öl- und Gasinvestitionen in den USA und Investitionen in Erneuerbare Energien in Deutschland zu beteiligen. Für die Sparpläne oder Einmalanlagen gibt es folgende Produkte, die verschiedene Laufzeiten und Ausschüttungsmodelle vorsehen:

  • Sparplan Sprint
  • Sparplan Sprint Plus
  • Sparplan Premium
  • Einmalanlage Classic
  • Einmalanlage Classic Plus

Anleger können sich bereits mit geringen Summen ab einer Höhe von 1.000,- EUR beteiligen, die Ratensparpläne beginnen ab 50,00 EUR im Monat. Bei einer stillen Beteiligung handelt es sich um ein risikoreiches Anlagemodell, das für sicherheitsorientierte Anleger oder als Altersvorsorge ungeeignet ist. Unserer Erfahrung nach wurden Verbraucher bei Vertragsabschluss in der Regel nicht über das erhebliche Risiko einer solchen stillen Beteiligung aufgeklärt. Zudem sehen sie sich mit Rückforderungen konfrontiert oder erhielten zum Vertragsende ihre eingezahlten Beträge nicht in vollem Umfang zurück.

Texxol Mineralöl AG verlangt Nachzahlungen von Anlegern

In der Vergangenheit haben ehemalige Texxol-Anleger ein Schreiben erhalten, in dem sie aufgefordert werden, bereits abgerechnete und ausgezahlte teilweise Gewinne zurückzuzahlen. Die Zahlungsaufforderung wird mit einer Nachprüfung begründet: „Nach einer Software-Umstellung und der damit verbundenen Abrechnungsüberprüfung“ sei aufgefallen, dass individuelle Abrechnungen nach Beendigung des Vertrages fehlerhaft waren. Die teilweise erheblichen Beträge sollen Anleger als Einmalbetrag oder als Ratenzahlungen über vier Raten zurückzahlen. Für Anleger ist die Aufforderung – und warum die Fehler erst Jahre später auffielen – kaum nachvollziehbar, denn detaillierte Informationen zur Korrektur oder eine Neuberechnung der Abrechnung fehlen.

Wir vertreten bereits Anleger der Texxol Mineralöl AG. Im Fall der geforderten Rückzahlungen empfehlen wir betroffenen Anlegern, zunächst keine Zahlungen ohne Prüfung vorzunehmen. Unsere spezialisierten Anwälte prüfen Ihre Möglichkeiten unverbindlich und kostenfrei.

Kostenfreie Ersteinschätzung anfordern

Warnhinweis von Stiftung Warentest

Die TEXXOL Mineralöl AG steht mit ihrem Beteiligungskonzept seit längerer Zeit in der Kritik. Stiftung Warentest warnte im Jahr 2016 vor den Risiken dieser Kapitalanlage und setzte diese auf die Warnliste Geldanlage. Die Bezeichnung Sparplan könne bei Anlegern der Eindruck entstehen lassen, dass man mit monatlich kleinen Raten sicher Kapital aufbauen kann. Tatsächlich handelt es sich bei einer stillen Beteiligung um eine unternehmerische Beteiligung mit sehr hohen Risiken – bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Diese Möglichkeiten haben stille Gesellschafter der Texxol Mineralöl AG – Kostenfreie Ersteinschätzung

  • Verkauf des Gesellschaftsanteils auf dem Zweitmarkt. Dies ist aktuell nicht möglich, da die Gesellschaftsanteile nicht gehandelt werden (vgl. zweitmarkt.de).
  • Kündigung der Beteiligung: Die Kündigungsmöglichkeiten sind eingeschränkt. Ein Gesellschafter kann frühestens Ende der jeweiligen Mindestbeteiligungsdauer kündigen. Die Mindestbeteiligungsdauer beträgt beispielsweise beim Tarif Sprint 19 Jahre, beim Tarif Sprint Plus 20 Jahre.
  • Widerruf bei Ratensparverträgen prüfen lassen: Ein Ausweg für Anleger, die ihre Beteiligung bei der Texxol AG beenden wollen, liegt im Widerruf der Beteiligung. Die Widerrufsbelehrung enthält eine Reihe von irreführenden Angaben. Zum Beispiel findet sich dort der Satz: „Die Frist beginnt frühestens mit Aushändigung eines Exemplars dieser Widerrufsbelehrung.“ Zu nahezu identischen Formulierungen hat der Bundesgerichtshofes (BGH) bereits geurteilt und hierin eine unzulässige Formulierung gesehen. Nach Rechtsprechung des BGH macht eine solche Formulierung die Widerrufsbelehrung undeutlich, vgl. z.B. BGH, Urteil vom 12.7.2016 – XI ZR 564/15. Ist die Widerrufsbelehrung in der Beitrittserklärung nicht ausreichend, führt das dazu, dass ein Anleger die Beteiligung auch heute noch wirksam widerrufen kann.
  • Schadensersatzansprüche und Rückabwicklung der Beteiligung prüfen lassen: Ein Anleger, der durch unrichtige Prospektangaben oder Verletzung einer Aufklärungspflicht dazu gebracht wurde, einer Anlagegesellschaft als Gesellschafter beizutreten, kann die Rückabwicklung der Beteiligung verlangen. Schadensersatzansprüche können hier gegen beratende Finanzvertriebe, deren Haftpflichtversicherungen und/oder Prospekt-verantwortliche geltend gemacht werden. Als Rechtsfolge wird der Gesellschafter so gestellt, als ob er diesem Fonds nie beigetreten wäre. Der Gesellschafter erhält das eingesetzte Kapital zurück und überträgt den Gesellschaftsanteil.
    Bitte beachten Sie die Verjährung: Schadensersatzansprüche können nur bis zum Eintritt der Verjährung durchgesetzt werden. Die absolute Verjährung tritt für alle Gesellschafter genau 10 Jahre nach Beitritt zum Fonds ein.

Als betroffener Anleger können Sie kostenfrei prüfen lassen, ob Sie die Möglichkeit der Rückabwicklung der Beteiligung oder eine Widerrufsmöglichkeit haben. Nutzen Sie unseren Online- Fragebogen für eine unverbindliche Ersteinschätzung durch unsere spezialisierten Anwälte.

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