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Mercedes Abgasskandal aktuell: Info und Tipps für Betroffene

Gleich zu Beginn des Jahres sehen sich Mercedesfahrer mit neuen Rückrufen von Dieselautos konfrontiert. Betroffen von der Rückrufanordnung durch das Kraftfahrt-Bundesamt vom 07.01.2020 sind insgesamt 152.000 Diesel-Fahrzeuge, 52.000 davon in Deutschland. Im Vorjahr hat das Kraftfahrtbundesamt drei Mal einen Rückruf für Daimler von Dieselautos in Europa angeordnet. Beim letzten Rückruf im Oktober 2019 waren bereits Hunderttausende von Mercedes-Fahrzeugen betroffen, die vor Juni 2016 gebaut wurden.

Damit wird erneut die Frage aktuell, wie betroffene Mercedes-Fahrer am besten reagieren. Sie haben zwei Möglichkeiten:

  1. Ist Ihr Mercedes von der Manipulation betroffen, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz.
     
  2. ist Ihr abgasmanipulierter Mercedes finanziert? Dann könnte der Widerruf Ihres Autokredites eine Option sein. 

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Erneuter Manipulationsverdacht bei Mercedes

Die neueste Rückrufaktion belegt den Umfang des Dieselskandals bei Daimler. Dabei erscheint der Name Mercedes-Benz im Zusammenhang mit Abgasmanipulationen viel seltener in den Medien als der des Diesel-Sünders VW. DAs könnte sich nun allerdings ändern: Der Rückruf gilt einigen Hunderttausend Mercedes-Modellen mit Euro-5-Dieselmotor OM 651, die bis Juni 2016 verbaut wurden. Damit steigt die Gesamtmenge der zurückgerufenen Mercedes-Fahrzeuge auf über eine Million. 

Daimler allerdings fühlt sich zu unrecht vorgeführt. Dort hält man die betreffende Abgastechnik für rechtlich zulässig und will Widerspruch einlegen. Leider wäre es nicht das erste Mal, dass Daimler versucht, sich aus der Anschuldigung einer Abgasmanipulation herauszuwinden. Auch zu Beginn des Dieselskandals hatte Daimler stets betont, dass keine illegale Abschalteinrichtungen vernbaut wurden: „Eine Funktion, die die Wirksamkeit der Abgasnachbehandlung unzulässig einschränkt, kommt bei Mercedes-Benz nicht zum Einsatz.“, sagte Daimler Chef Dieter Zetsche zu Beginn des Dieselskandals im September 2015 im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Daimler AG seit 2015 unter Verdacht

Mercedes-Fahrer mussten jedoch feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist. Zwischenzeitlich wurden in Europa etwa 780.000 Mercedes-Fahrzeuge zurückgerufen, in denen eine illegale Abschalteinrichtung verbaut wurde. Im Gegensatz zum VW-Konzern, der die Manipulation zugegeben hatte, steht die Daimler AG bislang unter dem Verdacht der Manipulation. Für die betroffenen Mercedes-Fahrer macht dies in der Praxis wenig Unterscheid: auch sie sind mit dem Dieselskandal und seinen negativen Auswirkungen wie dem drastischem Wertverlust beim Diesel oder Dieselfahrverboten konfrontiert.

Alle offiziellen Rückrufe und betroffene Modelle

Der erste Rückruf erfolgte am 25. Mai 2018. Das Kraftfahrtbundesamt ruft aufgrund einer unzulässigen Abschalteinrichtung weltweit knapp 5.000 zurück, davon etwa 1400 Fahrzuege in Deutschland.

  • Mercedes Vito 1,6 Liter Diesel Euro 6

Der zweite Rückruf vom 24. Oktober 2018 für Mercedes-Benz Fahrzeuge mit Diesel-Motor betrifft europaweit sind rund 770.000 Fahrzeuge, davon rund 280.000 Fahrzeuge in Deutschland:

  • der bereits zurückgerufene Transporter Vito
  • Modelle der C-, E- und S-Klasse
  • Geländewagen GLC, ML und der G-Klasse 

Die dritte Rückrufsaktion erfolgte am 13. Februar 2019: Betroffen vom Abgasskandal sind dieses Mal weltweit etwa 99500 Autos, davon über 11.000 in Deutschland:

  • der C-Klasse aus Baureihe 205 mit Dieselmotor OM 626,

Der vierte Rückruf erfolgte am 6. Mai 2019, wurde abererst im Folgemonat öffentlich. Betroffen vom Rückruf sind knapp 80.000 Autos weltweit, davon knapp 24000 in Deutschland:

  • Geländewagen GLC

Der aktuelle, fünfte Rückruf wurde am 11. Oktober 2019 publiziert, und betrifft vor allem Mercedes Sprinter Transporter, aber auch eine Reihe weiterer Modelle aus der gesamten Fahrzeugpalette. 

Eine vollständige Liste mit den Modellen und Produktionszeiträumen hat die Daimler AG veröffentlicht. Sie finden die Liste hier.

Am 7. Januar veröffentlicht das KBA gleich zwölf Rückrufe für Dieselfahrzeuge von Mercedes. Betroffen sind über 150.000 Autos, davon etwas ein Drittel in Deutschland:

  • E-Klasse, Baujahr 2012 – 2016
  • S-Klasse, Baujahr 2013 – 2017
  • M-Klasse, Baujahr 2012 – 2016
  • CLS-Klasse, Baujahr 2014 – 2018
  • GLE-Klasse, Baujahr 2015 – 2018
  • C-Klasse, Baujahr 2013 – 2016
  • SLK-Klasse, Baujahr 2015 – 2017

Mitte Juni 2020 wird bekannt, dass Daimler auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) weitere Dieselautos wegen einer illegalen Abschalteichrichtung zurückrufen muss. Betroffen sind etwa 170.000 Fahrzeuge, davon rund 60.000 in Deutschland:

  • Mercedes Modelle der A-, B-, C-, E- und S-Klasse, Euro 5

Ermittlungen gegen die Daimler AG im Mercedes Abgasskandal

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt seit Mai 2017 wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung im Zusammenhang mit möglicher Manipulation der Abgasnachbehandlung bei Dieselautos gegen den Automobilhersteller. Im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen bekannte und unbekannte Mitarbeiter der Daimler AG durchsuchte die Staatsanwaltschaft mehrere Standorte der Daimler AG in Deutschland. Zunächst hatten sich die Ermittlungen auf die Motoren OM 642 und OM 651 konzentriert, wenig später aber auch auf Fahrzeuge mit dem Motor OM 622. 
Im Ergebnis muss der Autobauer Daimler ein Bußgeld in Höhe von 870 Millionen Euro zahlen. Medienberichten zufolge war der Grund eine fahrlässige Verletzung der Aufsichtspflicht in einer mit der Fahrzeugzertifizierung befassten Abteilung.

Mercedes Abgasskandal

Urteile gegen Daimler AG wegen Schadensersatz

Mittlerweile gibt es eine Reihe entschiedener Gerichtverfahren im Mercedes Abgasskandal zugunsten betroffener Mercedes-Fahrer. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Zuletzt hatte das Landgericht Stuttgart in gleich drei Fällen die Daimler AG zu Schadensersatz verurteilt. Die Schadenersatzzahlungen betragen zwischen 25.000 und 40.000 EUR. Zwei dieser Urteile beziehen sich auf Mercedes-Modelle, die von den Rückrufen nicht betroffen waren.

  • LG Stuttgart, Urteil vom 17.01.2019 - 23 O 172/18
    Betroffenes Fahrzeug: Mercedes-Benz C 250 D
  • LG Stuttgart, Urteil vom 17.01.2019 - 23 O 178/18
    Betroffenes Fahrzeug: Mercedes Benz E 250 CDI Blue Efficency
  • LG Stuttgart, Urteil vom 17.01.2019 - 23 O 180/18
    Betroffenes Fahrzeug: Mercedes Benz Typ C 200d
  • Landgericht Hanau, Urteil vom 07.06.2018 - 9 O 76/18
    Betroffenes Fahrzeug: Mercedes Vito 114 CDI
  • Landgericht Karlsruhe, Versäumnisurteil vom 05.06.2018 - 18 O 24/18
    Betroffenes Fahrzeug: Mercedes-Benz C200 d T-Modell

BGH stärk Rechte der Mercedes-Kunden im Abgasskandal
Der Bundesgerichtshof hat die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen bei Fahrzeugen mit den Motoren des Typs OM 651 und des Typs OM 642 erleichtert. Mit Beschluss vom 28.01.2020 (Az. VIII ZR 57/19) hat der BGH zum einen klargestellt, dass eine unzulässige Abschalteinrichtung auch dann vorliegen kann, wenn es noch keinen Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gegeben hat. Zum anderen könne von den betroffenen Mercedes-Fahrern als Kläger nicht verlangt werden, dass sie im Einzelnen darlegen, wie die Abschalteinrichtung im Einzelnen funktioniere.
Mit dem Beschluss des BGH haben sich die Erfolgsaussichten auf Schadensersatz Abgasskandal auch derjenigen Mercedes-Fahrer, die noch keinen Rückrufbescheid erhalten haben, nochmals deutlich erhöht.


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Kaufpreis zurückerhalten gegen Rückgabe des Fahrzeugs:
Es bestehen Ansprüche im Dieselskandal der Käufer gegen die unmittelbar Täuschenden, also die einzelnen Marken bzw. Unternehmen. Hier können Käufer insbesondere Schadensersatzansprüche erfolgreich geltend machen. Diese sind darauf gerichtet, die Rückabwicklung des Vertrags zu erzwingen.

Widerruf des Autokreditvertrags:
Sollten Sie Ihr Fahrzeug über eine Bank finanziert haben, empfehlen wir Ihnen, die Möglichkeit eines Widerrufs des Darlehensvertrags prüfen zu lassen. Die Folgen eines erfolgreichen Widerrufs sind: Sie erhalten Anzahlung und Raten zurück und geben im Gegenzug das Auto zurück.

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