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Widerruf Immobiliendarlehen

Beratung - Widerruf von Immobiliendarlehen

Widerruf Immobiliendarlehen statt Kündigung – ein großer finanzieller Unterschied für Verbraucher

Gerade bei hohen Immobiliendarlehen ist die Kündigung häufig im Vertrag ausgeschlossen. Möchten Verbraucher ihr Darlehen dennoch kündigen, müssen sie eine horrende Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Diese stellt eine Entschädigung für die Bank dar, um den Ausfall der erwarteten Zinszahlungen ausgleichen. Vorfälligkeitsentschädigungen von bis zu zwanzig Prozent der noch ausstehenden Darlehenssumme sind in Deutschland nicht unüblich. So kann eine Kündigung schnell unwirtschaftlich werden. 
Eine bessere Alternative ist der Widerruf des Immobiliendarlehens. Durch einen erfolgreichen Widerruf können sich Verbraucher ohne Nachteile von dem häufig hochverzinsten Darlehen lösen. Der Verbraucher tritt quasi von dem abgeschlossenen Vertrag zurück. Im Vergleich zur Kündigung entfällt beim Widerruf die Vorfälligkeitsentschädigung.

Mehr Vorteile des Widerrufs für Verbraucher

Die Erklärung des Widerrufs bringt für Verbraucher weitere Vorteile mit sich:

  • Ziel eines Widerrufs kann es zunächst sein, eine zinsgünstige Umschuldung des bestehenden Darlehensvertrags zu erreichen. Das bisherige Darlehen wird dabei durch einen neuen Vertrag mit aktuellen Zinskonditionen ersetzt. Der Zinssatz kann sich dadurch etwa um zwei Prozentpunkte verringern.
    Beispiel: Kreditbetrag in Höhe von 300.000,00 EUR
    Verringerung des Zinssatzes um 2%, Ersparnis von 6.000,00 EUR pro Jahr
    Restlaufzeit über sechs Jahren: Zinsersparnis in Höhe von 36.000,00 EUR

     
  • Bei einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung und erfolgreichen Rückabwicklung des Darlehensvertrags ist es möglich, die Vorfälligkeitsentschädigung zu vermeiden. In Vergleichsgesprächen zwischen Bank und Anwalt sind die Banken häufig bereit, an dieser Stelle dem Verbraucher entgegenzukommen.
     
  • Bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen können vom Verbraucher zurückgefordert werden. Dieser Anspruch des Kunden folgt ebenfalls aus dem Gesetz, welches eine komplette Rückabwicklung vorsieht

Die Reaktion der Banken auf die Widerrufserklärung ihrer Kunden

Die Kreditgeber werden immer häufiger von ihren Kunden aufgrund der aktuellen Berichterstattung zum Thema Widerruf des Immobiliendarlehens angesprochen. Die Rechtsabteilungen der Banken widersetzen sich aber zunächst den Forderungen ihrer Kunden beim Widerruf der Baufinanzierung. Erst wenn sie mit der Rechtslage durch spezialisierte Kanzleien konfrontiert werden, kommen erfahrungsgemäß Vergleichsverhandlungen in Gang.

Auch Darlehen in Schweizer Franken können widerrufen werden

Die Möglichkeit, das zur Eigenheimfinanzierung aufgenommene Darlehen nachträglich zu widerrufen, also bei der Immobilienfinanzierung den Widerrufsjoker zu ziehen, besteht auch für Darlehen, die in Schweizer Franken (CHF) abgeschlossen wurden. Medienberichten zufolge haben ca. 500.000 Deutsche Darlehen in Schweizer Franken abgeschlossen. Gelockt wurden die Anleger dabei oftmals von den Aussagen ihrer Bankberater, wonach der Abschluss eines Fremdwährungsdarlehens mit vermeintlich günstigeren Konditionen verbunden sei. Laufenden Gefahren - wie beispielsweise das Wechselkursrisiko - kamen in den Verkaufsgesprächen in der Regel nicht zur Sprache.
 

Lassen Sie jetzt Ihren Darlehensvertrag oder die erfolgte Ablehnung der Bank durch spezialisierte Fachanwälte kostenfrei prüfen.

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AKH-H wird von Stifung Warentest als eine der Kanzleien in Deutschland gelistet, die beim Thema Widerruf Immobilienkredit bereits erfolgreich waren. Mehr Infos unter https://www.test.de/Immobilienkredite-So-kommen-Sie-aus-teuren-Kreditvertraegen-raus-4718800-0/.

Voraussetzungen für einen erfolgreichen Widerruf von Immobiliendarlehen

Viele Widerrufsbelehrungen in Immobiliendarlehensverträgen sind fehlerhaft und damit unwirksam. Fehlerhafte oder fehlende Widerrufsbelehrungen in Immobiliendarlehen geben vielen Verbrauchern die Möglichkeit, noch viele Jahre nach Vertragsschluss einen Kredit vorzeitig aufzulösen. Für einen erfolgreichen Widerruf von Immobilienkrediten kommt es neben der falschen oder fehlenden Widerrufsinformation auch darauf an, wann der Vertrag geschlossen wurde.

Es gibt eine Vielzahl von Urteilen zu fehlerhaften Widerrufsbelehrungen. Häufige Praxisbeispiele zu fehlerhaften Widerrufsbelehrungen in Immobilienkreditverträgen haben wir für Sie zusammengestellt.

Ob eine Widerrufsbelehrung im Einzelfall unwirksam ist, muss durch einen spezialisierten Rechtsanwalt geprüft werden. Ist die Widerrufsbelehrung fehlerhaft oder fehlt sie sogar ganz, so beginnt die Widerrufsfrist nicht zu laufen und der Widerruf des Kreditvertrags kann oftmals erklärt werden.

Die Folgen des Widerrufs von Immobilienkrediten

Nach dem ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers hat nämlich eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung unter anderem die Folge, dass der Darlehensvertrag komplett rückabgewickelt werden kann. Ein ausgeübter Widerruf wandelt den Darlehensvertrag in ein sogenanntes Rückabwicklungsverhältnis um. Der Bundesgerichtshof hat in einem Beschluss vom 22. September 2015 nochmal sehr klar dargelegt, wie das Darlehen rückabzuwickeln ist (BGH, Az. XI 116/15, Randnummern 7 und 8).

Das muss der Kreditnehmer zahlen: Der Kreditnehmer muss der Bank die gesamte Darlehenssumme innerhalb von 30 Tagen ohne Rücksicht auf bereits erfolgte Tilgungen zurückzahlen. Deshalb sollten Sie vor dem Widerruf sicherstellen, dass Sie das Darlehen entweder mit eigenen Mitteln zurückzahlen können oder mit einem neuen Kredit von einer anderen Bank. Als Wertersatz muss der Kreditnehmer auch die vereinbarten Zinsen für die Kapitalüberlassung zahlen, allerdings nur für das tatsächlich noch bestehende Darlehen, also nur für die vor der Rückabwicklung bestehende Restschuld (BGH, Beschluss vom 22. September 2015, Az. XI ZR 116/15). Wer nachweisen kann, dass der marktübliche Zins für ein vergleichbares Darlehen damals geringer war, muss auch nur den geringeren Zins zahlen (§ 346 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 BGB; OLG Düsseldorf, Urteil vom 17. Januar 2013, Az. I 6 U 64/12). Ob der vereinbarte Sollzinssatz bei Vertragsabschluss marktüblich war, können Sie herausfinden durch einen Vergleich mit der Zinsstatistik der Bundesbank für das Neugeschäft der deutschen Banken bei Wohnungsbaukrediten an private Haushalte.

Das muss die Bank zahlen: Das Geldinstitut muss alle vom Kreditnehmer bereits erbrachten Zins- und Tilgungsleistungen zurückzahlen. Es muss ferner die Tilgungsleistungen und Zinsen, die der Darlehensnehmer gezahlt hat, als Nutzungsersatz verzinsen mit 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz für jede einzelne Rate zahlen (§ 346 Abs. 1 Halbsatz 2 BGB).

So gehen Sie vor beim Widerruf des Immobiliendarlehens

  1. Lassen Sie die Klauseln in Ihrem Vertrag von einem spezialisierten Anwalt prüfen. Wir bieten eine kostenlose Prüfung innerhalb unserer Online-Erstberatung an. 
  2. Informieren Sie sich über eine Anschlussfinanzierung, da Sie bei einer Kündigung nur 30 Tage Zeit haben, Ihr Darlehen zu begleichen. Da es sich hierbei um einen völlig neuen Baukredit handelt, können Sie auch über eine neue Laufzeit nachdenken.
  3. Prüfen Sie auch, ob Sie eventuell einen höheren als den damals marktüblichen Zinssatz gezahlt haben. Der zu viel gezahlte Betrag muss Ihnen zurückerstattet werden. Die marktüblichen Zinssätze der vergangenen Jahre zeigt Ihnen die Zeitreihe über die Effektivzinssätze der Deutschen Bundesbank.
  4. Lassen Sie jetzt Ihren Darlehensvertrag oder die erfolgte Ablehnung der Bank durch spezialisierte Fachanwälte kostenfrei prüfen.

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