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VW Dieselskandal

Schadenersatz im VW Dieselskandal: Fordern Sie Entschädigung für den im Abgasskandal erlittenen Wertverlust. Wir prüfen Ihre Ansprüche kostenfrei & unverbindlich.

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VW Dieselskandal

Jahrelang hat der VW-Konzern Dieselautos so manipuliert, dass geltende Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand, nicht aber im realen Fahrbetrieb auf der Straße, eingehalten werden. Der Betrug kam im September 2015 in den USA ans Licht: Die US-Umweltbehörde machte öffentlich, dass Volkwagen mittels einer speziellen Software die Abgaswerte manipuliert hat, um die Grenzwerte für Stickoxid einhalten zu können. Zwei Tage später hat VW die Abgasmanipulation in den USA zugegeben. Während VW-Kunden in Amerika großzügige Vergleichszahlungen erhalten, stehen betroffene Kunden in Deutschland mit leeren Händen da.

Aber: Jahre nach dem Beginn des VW Dieselskandals haben sowohl der Europäische Gerichtshof (EuGH) als auch der Bundesgerichtshof (BGH) zugunsten der Geschädigten geurteilt. Damit waren die Erfolgsaussichten auch für Kunden in Deutschland noch nie so gut wie jetzt, eine Entschädigung für den erlittenen Wertverlust und die Manipulation des eigenen Fahrzeuges zu erhalten.

Mitte Dezember 2020 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass das sogenannte Thermofenster in Diesel-Fahrzeugen eine unzulässige Abschalteinrichtung darstellt. Das Thermofenster ist in fast jedem Dieselfahrzeug verbaut. Die Entscheidung des EuGH betrifft daher sowohl den Motor EA 189, als auch weitere VW-Motoren wie den EA 288 und zahlreiche anderer Marken und Hersteller.

Autofahrer sehen sich immer neuen Rückrufen von Dieselautos und den negativen Auswirkungen des VW Dieselskandals wie dem Wertverlust oder Dieselfahrverboten konfrontiert. Damit wird erneut die Frage aktuell, wie betroffene Autofahrer am besten reagieren. Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Ist Ihr Auto von der Manipulation betroffen, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz. Sie können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges gegen Rückgabe des Autos geltend machen oder das Fahrzeug weiter nutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung erhalten.
  • Ihr abgasmanipulierter Diesel ist finanziert? Dann könnte der Widerruf Ihres Autokredites eine Option sein. Mit einem erfolgreichen Widerruf des Autokredites erhalten Sie die Anzahlung und alle Raten zurück und geben im Gegenzug das Auto zurück.

Jetzt unverbindlich beraten lassen: Wir prüfen Ihre Möglichkeiten im VW Dieselskandal kostenfrei. Unsere Experten Ihnen für offene Fragen zur Verfügung und beraten Sie zu Ihrem individuellen Fall.

Kostenlose Ersteinschätzung

Schadensersatzansprüche im VW Dieselskandal gegen den Hersteller

Käufer haben im VW Dieselskandal Ansprüche gegen die unmittelbar Täuschenden, also die einzelnen Marken bzw. Unternehmen. Insbesondere können sie Schadensersatzansprüche erfolgreich geltend machen. Diese sind auf die Rückabwicklung des Vertrages gerichtet. Mit der erfolgreichen Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen erhält der Käufer den Kaufpreis gegen Rückgabe des Fahrzeugs zurück. In der Regel wird für die gefahrenen Kilometer eine Nutzungsentschädigung abgezogen.

Wieviel Geld können Kunden erwarten? Berechnen Sie schnell und einfach Ihren Anspruch mit unserem kostenfreien Online-Rechner.

Nutzen Sie schnell und einfach den Online-Rechner zur Berechnung Ihres wirtschaftlichen Vorteils. Stellen Sie fest, ob sich eine Rückabwicklung mehr lohnt als ein Verkauf des Fahrzeugs. Wir berücksichtigen die Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer. In der Regel wird eine Entschädigung für die gefahrenen Kilometer deutlich geringer ausfallen als der Wertverlust des Fahrzeugs – gerade bei Neuwagen.

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Betroffene Modelle und offizielle Rückrufe im VW Dieselskandal

Vom VW Dieselskandal um den Motor EA189 sind weltweit rund elf Millionen Fahrzeuge mit 1.2l, 1.6l und 2.0l Dieselmotoren betroffen, die meisten davon in Europa und mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge in Deutschland. Dass der VW-Konzern beim Dieselmotor EA 189 mit der Prüfstandserkennung betrogen hat, ist vom Bundesgerichtshof am 25. Mai 2020 höchstrichterlich festgestellt worden. Dieser Motor ist nicht nur in VW-Autos zu finden, sondern auch in Modellen der Tochterfirmen Audi, Seat und Škoda.
Auch für Autos mit dem Nachfolgemodell, dem Motor EA 288 hat das Kraftfahrt-Bundesamt Rückrufe wegen einer illegalen Abschalteinrichtung angeordnet. Auch für die größeren 3.0 Liter Dieselmotoren mit den Motorvarianten EA 896 und EA 897, die in Audi und Porsche Fahrzeugen genutzt werden, gelten Rückrufe wegen einer illegalen Abschalteinrichtung. Die Zahl der betroffenen Autos wächst immer weiter.

Allgemein gilt: Es ist unerheblich, ob Sie ein Rückrufschreiben vom Kraftfahrtbundesamt erhalten haben oder nicht. Unsere Erfahrungen aus zahlreichen Gerichtsverfahren zeigen, dass in nahezu allen Modellen mit Diesel-Motor Manipulationen vorgenommen haben. Haben Sie ein Schreiben des Herstellers oder des Kraftfahrtbundesamtes erhalten, erleichtert dies lediglich die Beweisführung. VW-Fahrer können auch auf der Website des Herstellers anhand Ihrer Fahrzeugidentifikationsnummer das Ergebnis erhalten, dass Ihr Fahrzeug betroffen ist.

Sofern Sie eines der betroffenen Modelle erworben haben, stehen Ihnen Ansprüche gegen den Hersteller des manipulierten Fahrzeuges zu.

Der erste vom Kraftfahrtbundesamt überwachte Rückruf wegen einer manipulierten Software bei VW erfolgte am 23.12.2015. Der Rückruf betraf mehr als 44.000 Autos weltweit. Seitdem erfolgten zahlreiche weitere Rückrufe, weil die Abgasgrenzwerte nicht eingehalten werden oder die illegale Abschalteinrichtung entfernt werden muss. Die Liste der Rückrufe ist lang. Eine Liste mit allen Rückrufen zum Motor EA 189 aller Marken des VW – Konzerns mit den Modelljahr oder Produktionszeitraum hat das Kraftfahrtbundesamt veröffentlicht, ebenso wie eine Liste mit allen bisherigen Rückrufen zu den Motoren EA 288, EA 897 und EA 898 sowie weiterer Marken und Hersteller.

Was kostet ein Vorgehen gegen VW? Rechte im VW Abgasskandal durchsetzen ohne Kostenrisiko

Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, dann trägt diese die Kosten wegen einem Vorgehen aufgrund des Abgasskandals. Wer keine Rechtsschutzversicherung hat und ein Vorgehen auf eigenes Risiko scheut, dem bieten wir ein Vorgehen mit Unterstützung eines Prozessfinanzierers an. Geschädigte VW-Kunden tragen in diesem Fall keine Kosten und kein Risiko. Das Risiko für den Gerichtsprozess trägt voll und ganz der Prozessfinanzierer. Nur bei einem erfolgreichen Prozess erhält der Finanzierer einen Teil des Erlöses.

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VW Abgasskandal: Wann verjähren die Ansprüche der betroffenen Kunden?

Generell gilt, dass die Schadensersatzansprüche im Dieselskandal um den VW-Skandalmotor EA 189 einer Verjährungsfrist unterliegen. Nach deren Ablauf können Betroffene dann keine Schadensersatzansprüche gegen Volkswagen geltend machen. Diese beträgt drei Jahre und beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Käufer Kenntnis von seinen Ansprüchen erlangt. Nach Ansicht der Landgerichte Trier, Duisburg, Frankfurt am Main und Ellwangen beginnt die Verjährung erst mit Verkündung der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs im Mai 2020. Ein Vorgehen gegen die Volkswagen AG war den Käufern zuvor nicht zumutbar.

Unproblematisch hinsichtlich der Verjährung sind ferner aktuell

  • Autos aus dem VW-Konzern mit anderen Motorvarianten als dem EA189. Hier wurden die Manipulationen erst später bekannt.
  • Autos anderer Hersteller und Marken als VW wie beispielsweise BMW, Mercedes, PSA, Fiat, General Motors und Renault.

Mehrere Gerichte urteilen: Restschaden kann auch 2021 geltend gemacht werden

Das Amtsgericht Marburg hat mit Beschluss vom 16. Juni 2020 (Az. 9 C 891/19) entschieden, dass im VW-Dieselskandal um den Motor EA 189 betroffene Dieselfahrer auch heute noch einen sogenannten Restschadensersatzanspruch nach § 852 BGB geltend machen können. Damit besteht für alle diejenigen, die eine Verjährung ihrer Schadensersatzansprüche im VW Abgasskandal um dem Motor EA 189 fürchten, immer noch eine Möglichkeit, finanziell entschädigt zu werden. Denn der Restschadensanspruch verjährt frühestens 10 Jahre nach Kauf. Bei der 10jährigen Verjährungsfrist tritt die Verjährung allerdings nicht zum Jahresende, sondern taggenau 10 Jahre nach dem Kauf ein. Der Ansicht, dass weiterhin Ansprüche bestehen und die Verjährungsfrist von 10 Jahren nach Kauf greift, haben sich das Landgericht Kiel (öffentliche Sitzung vom 02.07.2020, Az. 17 O 124/20), das Landgericht Trier (Verfügung vom 08.10.2020, Az. 5 0 173/20), das Landgericht Karlsruhe (Urteil vom 04.12.2020 – 4 O 195/20) und auch das Oberlandesgericht Oldenburg (Urteil vom 02.03.2021, Az. 12 U 161/20) angeschlossen.

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VW Abgasskandal um den Motor EA 189

BGH-Urteil im VW Abgasskandal: Volkwagen muss Kunden Schadensersatz zahlen

Im fünften Jahr nach Bekanntwerden des Dieselskandals hat der BGH am 25.05.2020 das erste höchstrichterliche Urteil verkündet. Der VI. Zivilsenat entschied, dass die Volkswagen AG in Autos mit Dieselmotoren des Typs EA 189 eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut hat und die Käufer Schadensersatzansprüche wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung geltend machen können (BGH, Urteil vom 25.05.2020, Az. VI ZR 252/19). Mit dem Urteil des BGH ist endgültig klar: Die Halter von manipulierten Dieselfahrzeugen haben Anspruch auf Schadensersatz. Im Ergebnis erhält der Kläger den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer, Zug um Zug gegen Rückgabe des Autos zurück.

BGH: Schadensersatz auch nach Verkauf des Fahrzeuges

Der Bundesgerichtshof hat mit zwei Urteilen bestätigt, dass Verbraucher*innen auch dann einen Anspruch auf Schadensersatz im VW-Dieselskandal haben, wenn sie ihr Fahrzeug bereits verkauft haben (Urteile vom 20.07.2021, Az. VI ZR 533/20 und VI ZR 575/20). Grund: Der Schaden war dem Kläger und der Klägerin in den beiden Fällen beim Kauf des Fahrzeugs entstanden. Der Verkaufserlös ist vom Schadensersatzanspruch abzuziehen. In einem der vor dem BGH verhandelten Fälle erwarb der Kläger ein Fahrzeug eines anderen Herstellers, gab das von der Beklagten hergestellte Fahrzeug in Zahlung und erhielt zusätzlich eine „Wechselprämie“. Diese darf der Kläger behalten. „Denn die Wechselprämie erhielt der Kläger aufgrund seiner Entscheidung, Auto oder Automarke zu wechseln. Sie hatte nichts mit dem Substanz- oder Nutzungswert des in Zahlung gegebenen Fahrzeugs zu tun(…)“.

Musterfeststellungsklage gegen VW

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und die Volkwagen AG haben sich im Musterfeststellungsklageverfahren außergerichtlich geeinigt. Der Rahmenvergleich sieht vor, dass VW einem Teil der angemeldeten Verbraucher ein individuelles Vergleichsangebot übersendet. Von den etwa 470.000 Musterklägern sollen etwa 240.000 ein Vergleichsangebot erhalten und später angenommen haben. Am 30. April 2020 hat der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG zurückgenommen.

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VW Dieselskandal um den Motor EA 288 und andere Motoren

Im September 2019 wurde der Verdacht bekannt, dass auch der Nachfolger des EA 189 vom VW Dieselskandal betroffen ist. Nachfolgemodell des EA 189 ist der Motor EA 288 mit der Abgasnorm Euro 6, der seit 2012 verbaut wird. Es gibt ihn als 1.4 TDI mit drei Zylindern und als 1.6 und 2.0 TDI mit vier Zylindern. Der EA 288 findet sich neben Modellen von VW auch in Millionen von Fahrzeugen der Konzerntöchter Audi, Skoda und Seat.

Inzwischen sind Abgasmanipulationen ebenfalls an dieselmotorisierten Fahrzeugmodellen mit dem VW-Nachfolgemotor des Typs EA288 sowohl von Sachverständigen als auch von Gerichten verbindlich festgestellt worden. Dasselbe gilt auch für den V6-Dieselmotor des Typs EA 897 und den V8-Dieselmotor des Typs EA 898, die von der Audi AG entwickelt wurden und dort produziert werden.

Schließlich hat der EuGH mit Urteil vom 17.12.2020 die von VW verwendete Abgas-Software – das Thermo- oder Temperaturfenster – für illegal erklärt (Az. C-693/18). Auch der Schutz vor Verschleiß oder Verschmutzung rechtfertige keine Abschalteinrichtung, sie ist und bleibt unzulässig. Die Entscheidung hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf Fälle aus dem VW-Konzern, sondern betrifft auch alle anderen Hersteller.

Zur Wertung eines Thermofensters als illegale Abschalteinrichtung hat es bereits früher einige Entscheidungen zugunsten der betroffenen Dieselfahrer gegeben. Seit dem 30. April 2020 liegt auch der Schlussantrag der Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof (EuGH), Eleanor Sharpston, im zentralen Verfahren zum VW-Abgasskandal vor. Im Schlussantrag stufte die Generalanwältin die Abschalteinrichtungen von VW und Konkurrenten als illegal ein.

Urteile gegen Volkswagen AG zum Motor EA 288

Erstes OLG-Urteil zum VW EA 288

In einem von unserer Kanzlei geführten Verfahren hat erstmals ein Oberlandesgericht den Volkswagen-Konzern im zweiten VW Abgasskandal um den Motor VW EA 288 aufgrund vorsätzlicher und sittenwidriger Schädigung zum Schadensersatz verurteilt. Alle Informationen zum Urteil finden Sie zusammengefasst im Video oder Newsbeitrag Kanzlei AKH-H erstreitet bundesweit erstes OLG-Urteil zu VW EA 288: Volkswagen muss Schadensersatz zahlen.

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VW Golf mit Motor EA 288: Landgericht Regensburg verurteilt VW wegen Abgasmanipulation

Das Landgericht Regensburg sprach einem Käufer eines VW Golf VII mit Urteil vom 19.03.2020 (Az. 73 O 1181/19) Schadenersatz zuzüglich Zinsen zu. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass Volkswagen die „Verwendung der Software zur Optimierung des Stickoxidausstoßes im Prüfstand…eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung“ darstellt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das LG Ravensburg stellte mit diesem Urteil fest, dass VW auch bei den neueren Motoren EA 288 und Fahrzeugen der Schadstoffklasse Euro 6 die Abgaswerte manipuliert hat.

Mittlerweile gibt es eine Reihe entschiedener Gerichtverfahren zugunsten betroffener Autofahrer im VW Dieselskandal um den Motor EA 288. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

  • Landgericht Krefeld, Urteil vom 11.03.2020, Az. 2 O 509/18
    Betroffenes Fahrzeug: Audi A8 3.0l TDI (Euro 6)
  • Landgericht München, Urteil vom 31.03.2020, Az. 3 O 13321/19
    Betroffenes Fahrzeug: VW T6
  • Landgericht Mönchengladbach, Urteil vom 18.12.2019, Az. 6 O 394/18
    Betroffenes Fahrzeug: VW Touareg 3,0 TDI (Euro 6)
  • Landgericht Regensburg, Urteil vom 19.03.2020, Az. 73 O 1181/19
    Betroffenes Fahrzeug: VW Golf VII TDI (Euro 6)
  • Landgericht Krefeld, Urteil vom 6.11.2019, Az. 2 O 370/18
    Betroffenes Fahrzeug: VW Touareg 3.0 l (Euro 6)
  • Landgericht Duisburg, Urteil vom Oktober 2018 – Az. 1 O 231/18
    Betroffenes Fahrzeug: VW Golf VII TDI (Euro 6)
  • Landgericht Wuppertal, Beweisbeschluss vom 15.03.2019, Akt 2 O 273/18

Verfahren EA 288: Landgericht Ellwangen lädt VW-Chefentwickler zur Vernehmung

Das Landgericht Ellwangen hat in einem von unserer Kanzlei geführten Verfahren mit Beweis- und Hinweisbeschluss vom 30.11.2020 entschieden, den Leiter der Abteilung „Entwicklung Dieselmotoren EAD“ der Volkswagen AG als Zeugen zu laden (Az. 3 O 254/20). Der für die Entwicklung der Dieselmotoren bei Volkswagen verantwortliche Chefentwickler soll nun im Rahmen einer Beweisaufnahme dem Gericht Rede und Antwort stehen, ob in einem Seat Alhambra eine unzulässiges Thermofenster installiert wurde. In dem vor dem Landgericht Ellwangen im Streit stehenden Fahrzeug wurde ein Motor mit der Kennung EA 288 verbaut. Die Aussage des Chefentwicklers hat daher enorme Auswirkungen auf alle mit diesem Motor versehenen Modelle und auf tausende Gerichtsverfahren in der ganzen Bundesrepublik.

Staatsanwaltliche Ermittlungen zum EA 288 Abgasskandal

Im Zuge von Ermittlungen gegen einzelne VW-Verantwortliche wegen des Verdachts auf Einbau illegaler Mechanismen in die Motorsteuerung für EA 288 Motoren hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anfang Dezember 2019 Büros bei VW durchsucht.
Der Volkswagen-Konzern dementierte die Vorwürfe und verwies auf Tests des Kraftfahrt-Bundesamts. Medienberichten zufolge hatten diese in einer Testreihe im Jahr 2016 unter anderem den VW Touareg 3.0 untersucht. Das Modell wurde danach vom Manipulationsverdacht freigesprochen. Doch Ende 2017 forderte das Kraftfahrt-Bundesamt VW dann auf, den VW Touareg 3.0 zurückzurufen und die Manipulationen zu beseitigen.

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EA288 Klagen: Ihre Chancen auf Schadensersatz

Manipulationen auch bei den Motoren EA 897 und EA 896?

Der Motor EA 897 wurde von Audi für den VW-Konzern entwickelt. Dieser Dieselmotor wird seit 2010 insbesondere in den großen Automodellen von Audi, Porsche und VW eingesetzt. Die produzierten EA897-Motoren haben 6 Zylinder mit einem Hubraum von 3,0l. Auch bei vielen Varianten des Motors EA896 und EA 897 wurde eine Abschalteinrichtung gefunden, wodurch der VW-Konzern zu Rückrufen gezwungen wurde.

Zum Motor EA 288 sowie zum Motor EA 897/EA 896 bzw. zur Wertung eines Thermofensters als illegale Abschalteinrichtung gibt es bereits einige Entscheidungen zugunsten der betroffenen Dieselfahrer, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Die Volkswagen AG wurde wegen der Manipulation des Euro-6-Diesel-Motor vom Landgericht Krefeld verurteilt (Urteil vom 06.11.2019, Az. 2 O 370/18). In der Entscheidung handelt es sich um einen VW Touareg 3.0 l der Norm Euro 6.
  • Beweisbeschluss zum EA 897: Das LG Traunstein hat mit Aufklärungs- und Beweisbeschluss vom 3.12.2019 (Az. 8 O 3226/18) die Einholung eines Sachverständigengutachtens zur Feststellung des Vorhandenseines einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei einem VW Touareg mit 3-Liter TDI-Motor EA 897 beschlossen.
  • Landgericht Mönchengladbach (Urteil vom 18.12.2019, Az. 6 O 394/18): Nach Ansicht des Gerichts hat auch ein Leasingnehmer, der einen Leasingvertrag über ein vom Abgasskandal betroffenes Fahrzeug abschließt, einen Schaden erlitten und Anspruch auf Schadensersatz. In diesem Fall ging es um einen von Abgasmanipulationen betroffenen VW Touareg 3,0 TDI.
  • Das OLG Karlsruhe hat mit Hinweisbeschluss vom 22. August 2019 (17 U 257/18)die Einholung eines Sachverständigengutachten zu 3-Liter-Diesemotoren des Typs EA 897 und EA 896 mit der Abgasnorm Euro 5 angekündigt.

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VW Software Update

Ein Softwareupdate, das seit 2016 aufgespielt wird, soll illegale Abschalteinrichtungen aus den betroffenen Dieselautos entfernen. Viele Kunden fragen sich, ob sie das Update aufspielen lassen sollen nicht und ob dies eine Auswirkung auf die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen im VW Dieselskandal hat.

Für das juristische Vorgehen ist es unerheblich, ob Sie ein Software-Update vornehmen lassen oder nicht. Ihre Ansprüche gegen den Hersteller werden durch die Aufrüstung nicht beeinträchtigt. Jedoch sind die Erfolgsaussichten der bereits durchgeführten Nachbesserungsaktionen auch in der Fachwelt äußerst umstritten. Das Software Update ist nach Berichten zahlreicher Autofahrer über negative Erfahrungen wie ein erhöhter Spritverbrauch und einer nachlassenden Motorleistung in die Kritik geraten. Zudem wurde das Software-Update genutzt, um eine andere Abschalteinrichtung, das Thermofenster, aufzuspielen. So haben Gerichte bereits das auf Geheiß des Kraftfahrtbundesamtes entwickelte Software-Update ebenfalls als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung beurteilt (Z.B. LG Dortmund, Urteil vom 28. August 2020, Az. 4 0 53/20). Nach Ansicht der Richter am Landgericht Dortmund enthält die neue Motorsteuerung ein Thermofenster.

Rechtlich sind Sie nicht dazu verpflichtet, ihr Auto nachrüsten zu lassen. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass ihr Auto  die nächste TÜV-Prüfung nicht mehr besteht. Im schlimmsten Fall wird Ihr Auto als betriebsunfähig erklärt und stillgelegt. Denn Ihr Fahrzeug entspricht nicht den Grenzwerten, die von der EU festgelegt wurden. Jedoch vergehen zwischen der ersten Aufforderung und der drohenden Stilllegung durch das Kraftfahrtbundesamt erfahrungsgemäß viele Monate.

Schützen Sie sich vor einer drohenden Stilllegung, Dieselfahrverboten, den Wertverlust und der erschwerte Wiederverkauf der Fahrzeuge und lassen Sie Ihre möglichen Schadensersatzansprüche jetzt schnell und kostenfrei prüfen.

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Wir prüfen Ihre Ansprüche im VW Dieselskandal

  1. Kaufpreis zurückerhalten gegen Rückgabe des Fahrzeugs
    Es bestehen Ansprüche im VW Dieselskandal der Käufer gegen die unmittelbar Täuschenden, also die einzelnen Marken des Volkswagenkonzerns. VW-Käufer können erfolgreich Schadensersatzansprüche geltend machen. Diese sind entweder auf die Rückabwicklung des Vertrages gerichtet oder auf eine Schadensersatzzahlung.
  2. Widerruf des Autokreditvertrags
    Sollten Sie Ihr Fahrzeug über eine Bank finanziert haben, empfehlen wir Ihnen, die Möglichkeit eines Widerrufs des Darlehensvertrags prüfen zu lassen. Die Folgen eines erfolgreichen Widerrufs sind: Sie erhalten Anzahlung und Raten zurück und geben im Gegenzug das Auto zurück.

AKH-H Rechtsanwälte: Unser Leistungspaket für Betroffene im VW Dieselskandal

  • Kostenlose Einschätzung der Erfolgschancen gegenüber der Volkswagen AG
  • Kostenlose Beratung zu Schadensersatzansprüchen und Verjährung
  • Kostenlose Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung
  • Leistungsstarkes Team mit über 20 spezialisierten Anwälten und Wirtschaftsjuristen
  • Bundesweite Vertretung , außergerichtlich und vor Gericht
  • Empfohlene Kanzlei „Widerruf Autokredit“ von Finanztip
  • Gelistete Kanzlei „Widerruf Autokredit“ von Stiftung Warentest

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