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Crowdinvesting Immobilien: Exporo-Projekte und Brickinvest insolvent

Der deutsche Crowdinvestment Markt für Immobilien zeigt seit Jahren ein starkes Wachstum. Doch die Geschäfte sind riskant und bergen erhebliche Risiken für Anleger. Diese Risiken haben sich beim deutsch-britische Startup Brickvest und bei gleich zwei Projekten des Marktführers Exporo realisiert. Den Anlegern droht der Totalverlust ihres eingesetzten Geldes.

Insolvenzen bei Crowdinvesting Immobilien

Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei Exporo-Projekten

Zum ersten Mal ist auch der Marktführer des Crowdinvesting Immobilien, die Exporo AG, von einer Insolvenz betroffen. Innerhalb weniger Tage haben die Immobilienentwickler von zwei Exporo-Anlageprojekten „Portfolio Marburg“ und „Portfolio Marburg II“ im November 2019 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Antragsverfahren beziehen sich konkret auf die DEMA Deutsche Mikroapartment AG und die Sciolla & Beilborn Projektportfolio I GmbH sowie weitere Gesellschaften der Unternehmensgruppe Sciolla & Beilborn. Es geht um zusammen knapp 4 Mio. Euro und über 800 betroffene Anleger: Laut Immobilien Zeitung erhielt DEMA 1,68 Mio. EUR für das Immobilienprojekt „Portfolio Marburg“ mit sechs Wohn- und Geschäftshäusern, Sciolla & Beilborn Projektportfolio I 2,18 Mio. EUR für Projekts „Portfolio Marburg II“ mit drei Wohn- und Geschäftshäusern. In beiden Fällen sei der Schwarm mit einer nachrangigen Grundschuld an den finanzierten Objekten besichert.

Exporo schreibt in einer Pressemitteilung, man gehe davon aus, dass beide Darlehen aufgrund der gestellten Insolvenzanträge nicht fristgerecht zurückgeführt werden können. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Carsten Koch bestellt worden.

Crowdinvesting Plattform Brickvest insolvent

Auch das deutsch-britische Startup Brickvest musste im November 2019 überraschend Insolvenz anmelden. An dem erst im Jahr 2014 gegründeten Unternehmen sind Rocket Internet und deutsche Banken beteiligt: Rocket Internet investierte mit dem Fonds Global Founders Capital, die Aareal Bank und die Berlin Hyp, eine Sparkassentochter für Pfandbriefe, beteiligten sich ebenfalls. Insgesamt 14 Millionen Euro seien in Brickvest geflossen. Ab einem Betrag von 1.000 Euro konnten sich Kleininvestoren bei der Crowdinvesting-Plattform an Immobilienprojekten beteiligen.

Nach Angaben des Finanzportals Finance Forward, soll es zunächst zu Unstimmigkeiten über wichtige Punkte des Geschäftsberichts 2018 gekommen sein. Ein von Investoren angerufenes Gericht zwang Brickvest Ende September 2019, den veröffentlichten Bericht zurückzunehmen oder ihn zu korrigieren. Die spätere Suche nach neuen Kapitalgebern blieb erfolglos.
In der Folge meldeten vier Brickvest-Gesellschaften Insolvenz an, darunter auch die Hauptgesellschaft Brickvest Limited.

Kostenlose Ersteinschätzung für Crowdinvesting Immobilien - Anleger

Anleger sollten bedenken, dass Crowdinvesting in Immobilien kein Selbstläufer ist. Insolvenzen finden sich sowohl bei Start-Up-Projekten, als auch bei Immobilien-Projekten. Viele der Crowdfunding-Plattformen sind so ausgestaltet, dass sie keine Erlaubnis der BaFin benötigen und damit auch nicht der Aufsicht und Kontrolle der BaFin unterliegen. Dies ist nachteilig für Anleger und bietet lediglich einen geringen Anlegerschutz.

Wir helfen Anlegern von Crowdinvesting Immobilien, ihre Vermögenswerte zu sichern und finanzielle Schäden zu minimieren. Nutzen Sie das folgende Formular für die kostenlose Prüfung Ihrer individuellen Ansprüche und innerhalb der Anlegergemeinschaft.

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